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Andreas-Gemeinde feiert ihre ehrenamtlichen Helfer

SPRINGE. Die St.-Andreas-Gemeinde hat sich am Sonntag mit einem Dankeschön-Essen bei ihren ehrenamtlichen Mitarbeitern bedankt. Rund jeder zweite der 300 Ehrenamtlichen folgte der Einladung des Kirchenvorstands und hörte von Pastor Klaus Fröhlich den Satz: „Sie sind ein Engel.“

Ein Engel aus Papier in der Hand eines Engels mit Haut und Haaren: Die beiden Spinnstuben-Frauen Renate Widmann (links) und Edda Pinnecke freuen sich über die kleinen Himmelsboten. Foto: SZA

Autor:

Patricia Szabo

Bei den Eingeladenen handelte es sich um Springer, die sich voller Hingabe in der Kirche oder für die Gemeinde engagieren. In großen und kleinen Projekten, in Gruppen oder Kreisen. Dazu gehören unter anderem der Kinder- und Jugendchor „Quilisma“, die Pfadfinder und das „Café International“ sowie weitere rund 30 Gruppen. „Das Schöne ist, dass wir an einem Tag alle Ehrenamtlichen einladen können,“, sagte Fröhlich – im großen Gotteshaus sei schließlich Platz für so viele Personen.

Die kleinen Papierengel haben einen handfesten Bezug zur Andreaskirche: Die Himmelsboten seien mit viel Liebe aus den Seiten des alten Lektionats gefaltet worden, erzählte Fröhlich. Bei dem Lektionat handelt es sich um ein liturgisches Buch. Es enthält biblische Texte, die im Gottesdienst gelesen werden. Die alte Ausgabe war allerdings so zerfleddert, dass sie ersetzt werden musste. Einfach so entsorgen mochte die Gemeinde sie aber nicht.

Den Auftakt des gemeinsamen Mahls bildete ein Abendmahlgottesdienst, den Fröhlich und Pastor Eckhard Lukow abhielten. Passend zu Ephiphanias, volkstümlich auch als „Heilige Drei Könige“ bezeichnet, an dem laut Lukow die „Drei Weisen aus Anatolien“ im Mittelpunkt stehen, waren beim Drei-Königs-Mahl die Speisen anatolisch angehaucht.

Auch der Innenraum der Kirche sah nicht alltäglich aus, denn an Stelle der Kirchenbänke standen lange Tischreihen, geschmückt mit weißen Tischdecken und Kerzen.

Mehrere Mitglieder wurden besonders gewürdigt. „Ihr Krippenspiel gehört zu den herzanrühensten Dingen, die in St. Andreas passieren“, sagte Fröhlich zu der langjährigen Arbeit von Barbara Waltsgott. Die 70-Jährige hat in ihrer Zeit mit den Quilisma-Chören 30 Krippenspiele geschrieben.

Auch Edda Pinnecke hat eine besondere Arbeit geleistet. Gemeinsam mit den Spinnstubenfrauen stickte sie in rund 120 filigranen Handarbeitsstunden Paramente, die nun den Altar zieren. Gewürdigt wurde zudem die Vorsitzende des Kirchenvorstands Karin Müller-Rothe, die ihren „Ruhestand gegen die Kirche getauscht“ habe. Das Helferfest hatte die Gemeinde vor drei Jahren eingeführt. Bislang fand die Veranstaltung aber immer abends statt.

In den kommenden Monaten wird die Andreaskirche ihre Veranstaltungsreihe zum Jubiläum „475 Jahre Reformation im Calenberger Land“ fortsetzen. Im Mittelpunkt sollen dann Geschichten über damals maßgebliche Frauen stehen, zum Beispiel die Ehefrau Martin Luthers, Katharina von Bora. „Es werden aber auch weniger bekannte dabei sein“, verspricht Pastor Klaus Fröhlich. Im August wird es erneut das Andreasfest geben.



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