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Andreasfest: Gute Laune auf dem Kirchplatz

SPRINGE. Es war kaum ein Durchkommen am Freitagabend beim Andreasfest. Harte Riffs, soundstarke Drums und zwei Anjas mit ausdrucksvollem Gesang von der Gruppe Schwarz-Weiß versetzten die Besucher zurück in die Zeit des Rock´n´Roll – und die bewiesen Sitzfleisch bis weit nach Mitternacht.

Gut gelaunt: Pastor Klaus Fröhlich eröffnet das Andreasfest, im Hintergrund machen sich die Hallerschipper startbereit. FOTO: KRAUSE

Autor:

REINHOLD KRAUSE UND RALF T. MISCHER

Am Sonnabend ging die Feier gemütlich in die zweite Runde: bei Kaffee und Kuchen öffnete das Team um Pastor Klaus Fröhlich die Pforten für die Fortsetzung des Gemeindespektakels. Und sie hatten mit einer zweiten, etwas kleineren Bühne auf der Nordwestseite des Kirchturmes aufgerüstet. Neben musikalischen Beiträgen, zu Beginn sangen etwa 40 Kinder des Qulisma-Kinderchores, präsentierten sich einige Gemeindeorganisationen wie der Nachbarschaftsladen Doppelpunkt mit einem Nähwettbewerb oder die Landeskirchliche Gemeinschaft mit einem Balancespiel für Jung und Alt.

Die Spinnstube zeigte am Kindergarten kreatives Arbeiten mit Schafwolle und der Seilmacher versorgte die Kinder mit selbst hergestellten Hanfseilen. Die Jüngsten bevorzugten die Hüpfburg, einige spielten am Krökeltisch oder ließen sich auf dem Kindergartengelände sowie in der Jurte der Pfadfinder schminken. Immer dicht umlagert, wer von den Kindern sieht nicht gern Schmiedefeuer lodern, die mobile Schmiede, des Springer Schmiedekünstlers Andreas Rimkus. Mit ein wenig Kraftaufwand den Hammer schwingen und einen Buchstaben schmieden, die Kinder zeigten sich begeistert. Doch das absolute Highlight bei diesem Fest war das Kirchturmklettern, bei dem es zeitweise große Wartezeiten gab. Teilweise bis zu acht Kinder standen unter der großen Glocke, um sich das Sicherheitsgeschirr mithilfe eines Fachmannes anlegen zu lassen. Dann ging es hinaus ins Freie. Seitwärts: Die Kirchturmwand und darunter nicht weiter als in etwa 20 Metern Tiefe der Rasen. Das kostete schon Überwindung aber gut 30 Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene wollten ihre Grenzen ausloten und wagten den Abstieg. Beifall der Zuschauer, wenn sie sich wieder auf dem Boden des Sicherungsgeschirrs entledigen konnten. Klänge vom Posaunenchor hallten über das Gelände und auf der kleinen Bühne spielten und sangen die Vincens-Harmonist Couplets der 20er und 30er Jahre.

Und zwischen den Gästen ein immer fröhlicher und gut gelaunter Pastor Klaus Fröhlich. Große Vielfalt auch bei Speisen und Getränken: Ob frischgezapftes Bier, Wein oder Cocktails, sowie Herfords Grillstation mit Spanferkel oder Krustenbraten, für leibliche Genüsse wurde bestens gesorgt. Zwei Musikbands boten am Sonnabend großen Sound vom Feinsten. Die siebenköpfige Funk-Band Blue-M-Hour aus Wunstorf sorgte am Nachmittag für den musikalischen Hintergrund. Ab 20 Uhr wurde es wieder rockiger. The Unchained, eine seit vier Jahren bestehende Rockformation aus Hemmingen, mit ihrer Sängerin Silke Mainwaring, sorgte bis in den späten Abend mit Coversongs für satte Unterhaltung. Und wieder war kein Durchkommen mehr.

Das Andreasfest ist nicht zu toppen, ist die einhellige Meinung der Besucher, denn die Mischung stimmt. Am Sonntag nach dem Gottesdienst spielt zum Abschluss der Dreitagefete ab 11 Uhr die Band Jazzami.

Karin Müller-Rothe von der Andreasgemeinde, die das Fest veranstaltet hatte, zeigte sich am Sonntag vollauf zufrieden: „Es war immer voll – und zwar von Beginn an. Und die Stimmung war stets super“, fasst sie ihren Eindruck zusammen.



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