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Andreas Rimkus: Museum entsteht auf Heiligem Platz

SPRINGE. Es ist ein straffes Programm, das sich der Schmiede-Künstler Andreas Rimkus vorgenommen hat: Bis zum 31. Dezember muss das von ihm geplante Museum in Burkina Faso fertiggestellt sein. Jetzt hat Rimkus das Projekt in einem kleinen Ort in Zentralafrika in Angriff genommen.

Schmiedekünstler Andreas Rimkus (r.) überreicht Bürgermeister Christian Springfeld die Geschenke aus Burkina Faso.
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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

„Wir mussten erst einmal alle Dörfer besuchen, die für den Bau eines Museums infrage kommen“, erzählt Rimkus. Die Entscheidung fiel auf das Örtchen Ouri. „Mitten im Dorf befindet sich in Sichtweite der Schmiede ein heiliger Platz.“ Wie der Name schon verrät: Der Platz ist heilig, das heißt, dass zuerst die Versammlung der Weisen zusammen kommen und über den geplanten Bau entscheiden musste.

„Die Weisen haben sich einstimmig für das Projekt ausgesprochen“, freut sich Rimkus. Insgesamt zwei Wochen blieb der Künstler in Burkina Faso, eine Woche benötigte er nur für Formalitäten und das Ausfüllen von Anträgen. Gleichzeitig konnten schon zwei Häuser gebaut werden.„Für afrikanische Verhältnisse ist das ein Wunder“, sagt Rimkus. Viel Zeit bleibt den Projektverantwortlichen nicht.

Die Regeln des Auswärtigen Amtes sind klar definiert: Der Projektzeitraum beträgt ein Jahr – das ist die Voraussetzung, damit die Förderung in Höhe von 20 000 Euro fließen kann.

Wöchentlich tauscht sich der Springer mit den Organisatoren über das Internet aus, um das Bauvorhaben zu begleiten. Er selbst kann in diesem Jahr nicht mehr nach Westafrika fliegen. Doch seine beiden Partner, die das Projekt vor Ort betreuen, werden voraussichtlich Ende Juli nach Springe kommen und Bericht erstatten. Während der Bauzeit wird die Entstehung des Museums von Einheimischen dokumentiert und am Ende in der Einrichtung gezeigt.

Jetzt konnte sich Bürgermeister Christian Springfeld erst einmal über Geschenke freuen: Rimkus hat ein traditionelles Gewand mitgebracht und einen Hammer mit zwei Köpfen – angelehnt an das gleichnamige Projekt des Springer Künstlers zum Kulturerhalt der Eisengewinnung und der Schmiede in Burkina Faso.

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