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An der IGS Springe wird es trotz Mobilbauten erst mal eng

SPRINGE. Die IGS braucht offenbar während des Ausbaus des Schulzentrums Nord mehr Ausweichquartiere als ursprünglich geplant. Laut Elternvertreter Peter Roddau reichen die Mobilbauten, die zwölf Klassenräume ersetzen sollen, nicht aus. Woher kommt dieses Problem so plötzlich?

Wie geht es weiter am Schulzentrum Nord? Neuester Diskussionspunkt: der Platzbedarf während der Bauphase. Foto: zett/archiv
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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

Der von der Stadt errechnete Raumbedarf habe sich daraus ergeben, wie viele Klassenräume während der Bauphase nicht genutzt werden können, sagt Fachbereichsleiterin Hanna Kahle. Aus den ursprünglich geplanten acht zusätzlichen Räume seien bereits zwölf geworden – jetzt hat die Schule aber erneut Mehrbedarf angemeldet.

Dabei liegt inzwischen auch die Baugenehmigung für die zwölf Ausweichquartiere vor. „Unser Ziel ist es daher nicht, den Bauantrag noch mal zu ändern“, betont Kahle. Dadurch würde sich das ganze Bauprojekt deutlich verzögern – nicht zum ersten Mal. Heißt für sie: „Wir werden die jetzt laufenden Verfahren nicht mehr anfassen.“ Für mögliche zusätzliche Mobilbauten will die Verwaltung eher einen neuen Antrag vorbereiten. „Die Verfahren müssten dann parallel laufen.“

Erst Mitte Mai habe sich der akute Mehrbedarf deutlicher abgezeichnet. „Uns würde jeder weitere Raum helfen. Um es zusammenzufassen: Es reicht vorne und hinten nicht“, stellte IGS-Schulleiter Cedric Liebrum während der Sitzung des Schulausschusses klar – relativierte allerdings auch die Aussagen der Elternvertreter: Die geplanten zwölf Räume würden nicht ausreichen, um das eigentliche Konzept der IGS umzusetzen – weil es keinen Platz für Differenzierungsräume gibt. „Mehr Räume wären schön, aber so, wie es jetzt ist, wäre es auch nicht unmöglich“, so Liebrum.

Wo genau der Planungsfehler liegt, könne er nicht sagen. Ziel sei es aber jetzt, das bestmögliche Ergebnis herauszuholen. Einen Baustopp will Liebrum auf jeden Fall verhindern. Und: Das Geld, das für zusätzliche Mobilbauten ausgegeben werden müsste, könnte am Ende in die Ausstattung des Anbaus investiert werden: „Ich bin daher etwas zurückhaltender.“

Wenn sich aber jetzt bereits zeigt, dass die Mobilbauten für den Übergang nicht reichen werden, heißt das auch, dass der geplante Anbau zu klein sein wird? „Nein“, sagt Liebrum. „Allerdings kann ich nicht prognostizieren, wie sich die Schülerzahlen entwickeln. Werden unsere Jahrgänge irgendwann sechszügig, müssten wir das Projekt überplanen.“ Das Problem: Zahlreiche Kinder wechseln erst während eines laufenden Schuljahrs zur IGS. „Wir wachsen sozusagen nach hinten heraus“, so Liebrum. Das Raumprogramm für den Anbau wurde im Herbst 2016 erstellt und vom Verwaltungsausschuss so beschlossen. Roddau kritisiert, dass die Elternvertreter bei der Planung nicht eingebunden wurden.

„Wir müssen sehen, wie es jetzt weitergeht und wie wir die Kuh vom Eis holen“, so Kahle. Allein der Schule die Schuld zu geben, sei schwierig, sagt Ratsherr Thomas Hüper-Maus von den Grünen. „Eigentlich wollten wir ja schon längst in der Bauphase sein“, sagt die Ausschussvorsitzende Elke Riegelmann (CDU). Nach wie vor ist unklar, wann die Bauarbeiten für den Anbau starten.



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