×

Amphibienschutz: Förster bringen im Gelbbachtal Warnschilder an

ELDAGSEN. Die Wanderung der Amphibien ist in vollem Gange, was nicht zuletzt auf den Wegen zu erkennen ist.

Anzeige

Etliche überfahrene Amphibien, meist die langsam wandernden Erdkröten, liegen verendet auf den Wegen.

Häufig sind Spuren von Fahrrädern auf den leblosen Körpern der Kriechtiere zu erkennen. Nun stellt das Forstamt Saupark Hinweisschilder für die Wanderung der Amphibien am Verbindungsweg am Hutewald im Gelbbachtal auf, um die Besucher zu warnen und zu sensibilisieren. Das Gelbbachtal liegt bei Eldagsen und Dörpe.

Das könnte Sie auch interessieren...

Es ist ein alljährliches Naturschauspiel. Im Frühjahr, wenn die Temperaturen über 5 Grad steigen, beginnen die Amphibien aus ihren Winterquartieren in die Laichgewässer zu ziehen, um dort Eier zu legen. Dabei sind die Wälder der Niedersächsischen Landesforsten ein beliebtes Überwinterungsgebiet, was nicht zuletzt daran liegt, dass die strukturreichen Wälder durch das Programm zur „Langfristigen Ökologischen Waldentwicklung“ – kurz LÖWE – gepflegt werden.

Störche, Reiher oder Waschbären lauern auf die Amphibien

Der Weg aus dem Winterquartier zu den Gewässern birgt allerdings Gefahren. Fressfeinde wie Störche, Reiher oder Waschbären lauern auf die wandernden Amphibien. So bitter das auch klingt: Haupttodesursache ist das nicht. Weit mehr Tiere fallen dem Straßenverkehr zum Opfer. Deshalb möchte das Forstamt Saupark hier den Hebel ansetzen.

„Die Erdkröten wandern durchaus mehrere Kilometer und kreuzen so mitunter mehrere Straßen, was eine große Gefahr für die Tiere ist“, erklärt Jan Krömer, Förster im Forstamt Saupark.

Wird eine weibliche Erdkröte überfahren, stirbt mit ihr auch die Chance auf neues Leben aus den bis zu 6000 Eiern, die ein Weibchen legen kann. Um die Verkehrsteilnehmer auf dem Verbindungsweg am Hutewald im Gelbbachtal zu sensibilisieren, stehen nun Warnschilder, die auf die Wanderung hinweisen.

„Nicht nur dem Auto, sondern auch den Amphibien zuliebe sollten die Waldwege mit bedachtem Tempo befahren werden. So kann der Verkehrsteilnehmer die Aufmerksamkeit auch auf die Tiere richten, die die Wege kreuzen wollen“, bittet Krömer um Rücksichtnahme. Auch Radfahrer könnten einen großen Beitrag zum Tierschutz leisten. Er sei sich sicher, sagt Krömer, dass auch „bei Radlern das Ausweichen möglich ist, solange das Tempo an den kritischen Bereichen nicht übermäßig rasant ist“.




Anzeige
Kontakt
Redaktion
Telefon: 05041 - 78932
E-Mail: redaktion@ndz.de
Anzeigen
Telefon: 05041 - 78910
Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
Abo-Service
Telefon: 05041 - 78921
E-Mail: vertrieb@ndz.de
Abo-Angebote: Aboshop

Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
X
Kontakt