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Ampelbau in Gestorf wird teurer

GESTORF. Alle Zeichen auf grün: Die Mitglieder des Verkehrsausschusses der Region entscheiden während der nächsten Sitzung des Gremiums über den Bau einer Ampel an der Problemkreuzung in Gesotorf. Und sprechen bei der Gelegenheit auch gleich über eine Verkehrsinsel auf der K 216 am Ortseingang.

In den vergangenen Monaten kam es an der Kreuzung in Gestorf immer wieder zu Unfällen. Foto: Archiv
Mischer

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Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

Laut Regions-Pressesprecher Klaus Abelmann dienen beide Maßnahmen dem Zweck, den Unfallschwerpunkt „der Kreuzung zwischen der Landesstraße 422 und der Kreisstraße 216 zu entschärfen“. Die Mittelinsel trage insofern zur Sicherheit bei, „als sie auf den Innerortsbereich“ hinweise „und damit auf die Notwendigkeit, die Geschwindigkeiten zu reduzieren“. Zudem diene die Insel dem dem „Schutz der Radfahrenden, die aus Westen auf dem benutzungspflichtigen Radweg kommen und an dieser Stelle die Fahrbahn überqueren müssen“. Ihnen werde so eine sichere Überquerungsmöglichkeit geboten.

Deshalb sollen beide Maßnahmen, Ampel und Mittelinsel, parallel beschlossen, geplant und gebaut werden. So ist es zumindest in der Vorlage für die nächste Sitzung des Verkehrsausschusses geplant. Hat die Ampel dabei etwa nicht Priorität? Zu Verzögerungen käme es durch die Doppelplanungen jedenfalls nicht, versichert der Regionssprecher: „Nach dem politischen Beschluss wird die Doppelmaßnahme ausgeschrieben, Baubeginn wäre dann Anfang 2017 – wenn der Frost aus dem Boden ist. Mit dem Bauende rechnet die Region nach etwa drei Monaten. Und im Idealfall wären die beiden Projekte parallel sogar günstiger als allein: „Wenn die Tiefbauarbeiten für Insel und Ampel, die räumlich nur 100 Meter entfernt liegen, von einer Firma entledigt werden, könnte dies auch wirtschaftlicher sein als eine getrennte Vergabe.“

Noch eine gute Nachricht: Die Planung für beide Projekte sei bereits fertig, nötig ist also nur noch der politische Beschluss – mit anschließender Ausschreibung. Und das, obwohl eigentlich kein Geld da wäre. Baulassträger der Landesstraße ist, wie der Name sagt, das Land. Somit müsste das Land aufkommen für Bauarbeiten, die der Sicherheit des Verkehrs auf der Straße dienen. Das Land hat aber kein Geld. Deshalb kümmert sich die Region um das Problem. Der fehlt zwar für solch verhältnismäßig kurzfristige Maßnahmen auch das Geld – aber sie erweist sich in diesem Fall als relativ flexibel: Wegen sogenannter Minderauszahlungen in Höhe von 370 000 Euro können beide Baustellen finanziert werden. Hinter dem Begriff Minderauszahlungen verbirgt sich nicht mehr oder weniger als, dass eine Doppelturnhalle in einer Regionsschule nicht gebaut wird. Das Geld dafür ist aber bereits im Regionshaushalt eingeplant, wird nun also nach Gestorf fließen.

An der Kreuzung war es immer wieder zu Unfällen gekommen. Eigentlich sollte die Ampel bereits Mitte 2016 kommen – es hatte sich dabei aber keine Unternehmen auf die Ausschreibung gemeldet.

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