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Einbrecher schlagen in Gestorf und Alvesrode zu – und beobachten ihre Opfer genau

Am helllichten Tag

Springe. Dass Wohnungseinbrüche mit Beginn der dunkleren Jahreszeit zunehmen, ist für die Polizei nicht neu. „Wir müssen mit einer Erhöhung der Fallzahlen rechnen“, sagt denn auch Kripochef Hartmut Retzlaff. Jetzt ereigneten sich nach zwei Taten in Bennigsen vergangene Woche wieder zwei Fälle in Gestorf und Alvesrode – und die lassen aufhorchen.

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Autor:

Markus Richter

Denn offenbar schrecken die Täter immer seltener davor zurück, am helllichten Tage und nicht nur in der Nacht oder am Abend zuzuschlagen. Die Ermittler suchen Zeugen für einen Fall, der sich am Dienstag an der Hannoverschen Straße in Gestorf ereignet hat. „Vormittags ist das gerade in einer Ortschaft eigentlich unüblich“, sagt Retzlaff. Nach Einschätzung der Beamten hatten der oder die Täter abgewartet, bis die Hauseigentümerin zum Einkaufen fuhr – vielleicht lauerten sie auf genau diese Gelegenheit. Die Frau hatte ihre Wohnung um 9.30 Uhr verlassen und war knapp eine Stunde später zurückgekehrt. In dieser Zeit hatten die Verbrecher das gesamte Haus durchsucht. Durch Aufhebeln der Terrassentür hatten sich die ungebetenen Gäste Zutritt verschafft. Ihre Beute blieb offenbar gering: Sie entwendeten lediglich etwas Geld und Schmuck.

Zwischen 12 und 13.15 Uhr schlugen dieselben oder andere Einbrecher dann an der Neuen Rodenbeeke in Alvesrode zu. Auf dem Gelände befinden sich zwei miteinander verbundene Einfamilienhäuser und eine Einzelwohnung – der gesamte Komplex wurde heimgesucht. Über eine Wendeltreppe kletterten die Täter auf einen Balkon und hebelten dort die Tür auf. Sie durchwühlten Schranktüren und Schubladen und ließen einen Ebook-Reader der Marke Kindle mitgehen. Beim zweiten Einfamilienhaus und der Wohnung gelang der Einstieg nach Aufhebeln der Terrassentür. Auch dort wurden sämtliche Räume betreten. Zum Diebesgut ist noch nichts bekannt. Die Polizei hofft auf aufmerksame Zeugen. Hinweise nimmt sie unter 05041/ 94290 entgegen.

Einen Vorwurf machen die Ermittler den Betroffenen nicht: „Sie haben nichts falsch gemacht“, sagt Retzlaff. Dennoch bieten die Beamten des heimischen Kommissariats jedem auf Wunsch individuelle Tipps zum Schutz der eigenen vier Wände an. „Wichtig ist auch, dass die Nachbarn aufmerksam sind, und sich etwa verdächtige Kennzeichen notieren.“ Nur durch diese Ermittlungshinweise steige die Chance, die Täter zu fassen.

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