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Initiative stellt Projekt am 6. Januar vor

Altenhägener wollen Dorfladen selbst betreiben

Altenhagen I (col). Die Altenhägener wollen es nicht hinnehmen, keinen Nahversorger mehr am Ort zu haben: Ein Zustand, der mit Schließung der Fleischerei Exner zum Ende des Jahres (NDZ berichtete) eintritt – und nicht lange anhalten soll. Deswegen haben sich einige Dorfbewohner zusammengeschlossen, um eine Lösung zu finden.

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Dabei entstand eine Idee, die jetzt der Unterstützung der Dorfgemeinschaft bedarf. Der Vorschlag sieht die Gründung einer Genossenschaft vor, um in der früheren Verwaltungsaußenstelle einen Dorfladen zu errichten. Morgens soll den Bewohnern dort ein Dorfladen und ein Frühstückscafé zur Verfügung stehen, abends eine Dorf- und Kulturkneipe. „Durch den Wegfall der Gaststätte ist dem Ort ja auch eine wichtige Kommunikationsmöglichkeit verloren gegangen“, sagt Kai Dettmer, die neue Ortsbürgermeisterin.

Als Standort haben die Aktiven das Backsteinhaus an der Ecke Spiegelberger Straße/ Zum Nesselberg ins Auge gefasst, in dem zuletzt der Spielkreis „Schneckenpost“ untergebracht war. Das Gebäude ist vermutlich vor 100 Jahren als Dorfschule mit angrenzender Lehrerwohnung errichtet worden. Später waren dort auch die Post und das Gemeindebüro untergebracht. Seit einem Jahr sucht die Stadt mittlerweile nach einem Käufer für das Gebäude – Preis: 55 000 Euro.

Baudezernent Hermann Aden hat bereits Kontakt mit der Initiative, die „ernstzunehmende Vorstellungen hat“, wie er sagt. „Meine Sympathie hat so eine Initiative in jedem Fall“, sagt Aden, der selbst im Ort wohnt. Vonseiten der Verwaltung werde die besondere Situation in Altenhagen I, wo es nach der Schließung der Fleischerei keine Grundversorgung mehr gebe, natürlich berücksichtigt. So schließt Aden eine Vermietung des Gebäudes an die zu gründende Genossenschaft nicht aus: „In meinen Augen wäre beispielsweise ein zweijähriger Vertrag möglich. So haben die Mitglieder auch Zeit zu prüfen, ob das Modell funktioniert.“ Aden hatte bereits Anfang des Jahres im Gespräch mit der NDZ gesagt: „Unsere Idealvorstellung wäre, dass in dem Gebäude eine kleine Kneipe, ein Café oder ein Tante-Emma-Laden eröffnet.“

Auch Thomas Köthke, stellvertretender Altenhägener Bürgermeister, sieht das geplante Genossenschaftsmodell positiv: „Ich denke, dass es durchaus funktionieren kann.“ Köthke ist in Altenhagen I aufgewachsen und glaubt, dass die Dorfgemeinschaft so ein Projekt stemmen könne: „Die momentane Situation ist für einen Ort einfach fatal.“ Das Konzept soll am 6. Januar bei einer Informationsveranstaltung präsentiert werden. Dazu sollen in diesen Tagen alle Dorfbewohner per Flugblatt eingeladen werden.



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