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Ulrich Kalinowski (CDU) sieht „einfache Handhabe“ / Ordnungsamt: „Rechtlich schwer durchsetzbar“

Alkoholverbot für die Innenstadt gefordert

Springe (zett). Freiburg hat es, Marburg auch und in Berlin wird es heiß diskutiert: Ein Verbot von Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit. Geht es nach Ulrich Kalinowski, würde sich auch Springe dieser Regelung anschließen.


Doch dem CDU-Ortsratsmitglied geht es nicht um Ruhestörungen oder Jugendschutz – er macht sich viel mehr Sorgen um herumliegende Glasscherben.

„Das ist ein zunehmendes Problem“, erklärte Kalinowski gegenüber der NDZ. Er habe immer wieder „einzelne Trupps“ gesehen, die mit Bierflaschen in der Hand durch die Innenstadt zögen. Mehrere Bürger hätten ihn zudem auf die Scherben angesprochen, „bei einigen Fahrrädern waren auch schon die Reifen kaputt“.

Ein Alkoholverbot sei daher gegen unverbesserliche Scherbenerzeuger zumindest „eine Handhabe, die einfach umzusetzen wäre“, so Kalinowski. Er kündigte an, das Thema auch in der CDU-Stadtratsfraktion aufzugreifen. Ortsbürgermeister Jürgen Trotte (SPD) sagte, über so einen Vorschlag müsse man in jedem Fall nachdenken.

Auch die Unions-Ortsratskollegin Carola Bloms macht sich Scherben-Sorgen. Sie habe im Niederntor-Brunnen, in dem oft Kinder barfuß spielten, mehrere kaputte Weinbrandflaschen entdeckt und gemeinsam mit Helfern entsorgt. Trotte empfahl in diesem Fall die Einrichtung einer Patenschaft für den Brunnen: „Wir brauchen jemanden, der morgens einen Blick darauf wirft und sich je nach Verschmutzung darum kümmert oder den Bauhof informiert.“

Der stellvertretende Ordnungsamtsleiter Karsten Kohlmeyer hält ein generelles öffentliches Alkohol-Verbot für „schwer durchsetzbar“. Zum einen sei es nur möglich, sich auf bestimmte Straßenzüge zu beschränken, zum anderen sei rechtlich lediglich ein Verbot des „Niederlassens zum exzessiven Trinken“ machbar: „Und das ist schwer verfolgbar. Was macht man denn, wenn sich jemand zum Reden niederlässt und dabei trinkt?“



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