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Aha verschärft Kampf gegen Müllsünder

Ob ein ausgedienter Spielzeugbagger, eine veraltete Nähmaschine oder einfach der stinknormale Hausmüll: Sommerzeit ist Müllzeit. Seit einigen Wochen laden Bürger an verschiedenen Stellen in der Stadt vermehrt ihren Abfall ab.

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Autor:

von Sandra Hermes

SPRINGE. Ob ein ausgedienter Spielzeugbagger, eine veraltete Nähmaschine oder einfach der stinknormale Hausmüll: Sommerzeit ist Müllzeit. Seit einigen Wochen laden Bürger an verschiedenen Stellen in der Stadt vermehrt ihren Abfall ab. Besonders betroffen: der Stadtforst, der Volkspark und Spielplätze. Erwischt werden die Müllsünder nur selten.

Karsten Kohlmeyer, stellvertretender Fachdienstleiter für Ordnung und Verkehr der Stadt Springe erklärt: „Gerade in den Sommermonaten nehmen die wilden Abfallablagerungen extrem zu.“ Aktuell verzeichne die Stadt deutlich mehr Beschwerden als in den Wintermonaten. Bei den Müllablagerungen im Stadtforst ermittelt aktuell sogar die Polizei. „Das Ausmaß ist so groß, das geht weiter über das Normale hinaus“, erklärt Kohlmeyer.

Doch was passiert, wenn sich Bürger bei der Stadt über die Müllverschmutzung beschweren? „Wenn gleich ein Verursacher mitgeliefert wird, dann geben wir die Daten an die Region Hannover weiter und die Abfallwirtschaft übernimmt dann die Ermittlungen. Meistens wird dann ein Bußgeld erhoben“, so Kohlmeyer. In den meisten Fällen könne aber kein Verursacher ausfindig gemacht werden. Dann sei die Stadt gefragt. Die von den Bürgern genannten verschmutzten Stellen würden den Mitarbeitern des Betriebshofs genannt, die sich des Problems dann in der Regel annähmen. Allerdings kämen die Mitarbeiter wegen ihrer zahlreichen Aufträge teilweise nicht hinterher. Handle es sich aber um Bereiche, die Anlieger betreffen, müsse die Stadt die jeweiligen Bewohner darauf aufmerksam machen, damit sie für Ordnung sorgen.

Der Abfallentsorger hat das Problem ebenfalls erkannt und verschärft den Kampf gegen Müllsünder: Sie wollen die Strafen erhöhen. Allein seit 2011 sind die Hinweise auf falsche oder gar verbotene Abfallentsorgung laut Aha um gut ein Drittel gestiegen. Zuletzt waren es fast 35 000 Tipps, denen Aha nachgegangen ist. Durchschnittlich 25 Tonnen illegalen Müll sammelt das Unternehmen wöchentlich ein – und die Kosten tragen dafür alle, die Müllgebühren bezahlen.

„Es gibt tatsächlich mehr wilde Müllentsorgung, die illegalen Fälle nehmen zu“, sagt Aha-Sprecherin Helene Herich. Im Umland sei derzeit der Gelbe Sack besonders begehrt. Müllsündern droht ein Bußgeld von bis zu 1000 Euro. „Wir wollen aber nicht kassieren, sondern Ordnung schaffen“, macht Herich deutlich.

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