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AFD: In Springe von Null auf 8,6

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VON CHRISTIAN ZETT

Der frisch gewählte Ratsherr Wolfram Bednarski ist trotzdem zufrieden: mit 8,6 Prozent aus dem Stand, mit knapp 3400 Stimmen.

„Das hat mich nicht überrascht“, sagt der Völksener – räumt aber auch ein, dass der Bundestrend den heimischen AfD-Vertretern in die Karten gespielt hat: „Wir hatten doch noch gar nicht so viel Zeit, selbst etwas zu machen.“ Erst zum 1. Juli gründete sich der AfD-Stadtverband nach längerer Pause wieder neu.

Bednarski hat aber auch eine Theorie zum Wahlergebnis: Man hätte, sagt er, noch mehr Stimmen holen können. Wenn man noch mehr Kandidaten gehabt hätte – auch, um die Arbeit besser aufzuteilen. Doch die Stimmung sei gegen die AfD, viele Medien auch: Und so hätten sich grundsätzlich interessierte Mitglieder gescheut, als Kandidat anzutreten. Aus Angst, angefeindet zu werden. Letztendlich waren es nur Parteivize Bednarski und der Vorsitzende und Unternehmer Arnd Bachmann, die für den Rat kandidierten. Und zwei Sitze eroberten Bednarski war nach eigenen Auskünften einst Gründungsmitglied der Grünen in Springe, wechselte dann zur konservativeren Ökopartei ÖDP, kandidierte später in Hannover für die Republikaner.

Dass es in den kommenden fünf Jahren schwierig für das Duo werden könnte, mit den anderen Parteien zu arbeiten, darüber macht sich Bednarski keine Illusionen: „Natürlich werden die erst mal nicht gut auf uns zu sprechen sein. Unsere drei Mandate hätte ja sonst einer von denen bekommen.“ Trotzdem wolle man auf die anderen Ratsmitglieder zugehen, „sachorientierte Politik“ betreiben. „Ich wohne seit 38 Jahren in Springe. Viele andere Politiker haben hier ja auch etwas Positives gemacht“, sagt Bednarski. Man müsse „vieles erst erlernen“.

Dass AfD-Bundeschefin Frauke Petry gezielte Provokationen schon als unerlässlich für das Verbreiten politischer Botschaften bezeichnet hat, will Bednarski nicht unterschreiben – zumindest nicht für Springe: „Das ist nicht die Aufgabe der AfD vor Ort“.



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