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ADFC fragt: „Wie wird Springe fahrradfreundlich?“

SPRINGE. Ein fahrradfreundliches Springe – wie ist das zu schaffen? Zu diesem Thema lädt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) zu einer Diskussionsveranstaltung für Freitag, 26. November, in der Grundschule „Hinter der Burg“ ein. Beginn ist um 19 Uhr. Es gilt die 2G-Regel.

„Mehr Klimaschutz im Verkehrsbereich ist dringend erforderlich. Dafür müssen Wege verlagert werden, nicht nur hin zum ÖPNV, sondern vor allen Dingen auch zum Radverkehr. Aber dazu braucht es eine als sicher empfundene Infrastruktur“, sagt Annette Teuber, Vorständin beim ADFC Region Hannover.

Stefan Klein, der örtliche ADFC-Vertreter in Springe, ergänzt: „An der letzten bundesweiten Befragung, dem ADFC-Fahrradklimatest, haben in Springe recht viele Menschen teilgenommen. Das zeigt, das Interesse ist da.“ Nach Ansicht des ADFC ist aber das Ergebnis – Note 4 – überhaupt nicht zufriedenstellend und zeigt den Handlungsbedarf. Darüber will der ADFC mit allen Interessierten ins Gespräch kommen und hofft auf rege Teilnahme – auch, weil Mitstreiter gesucht werden, um eine eigene ADFC-Ortsgruppe in Springe zu gründen: „Ob es dazu kommt, hängt auch vom Verlauf der Veranstaltung ab“, sagt Klein.

An dem Fahrradklima-Test hatten im Herbst 2020 131 Springer teilgenommen. Im bundesweiten Ranking lag Springe auf Platz 283 von 415 unter vergleichbar großen Städten (20000 bis 50000 Einwohner). Im niedersachsenweiten Vergleich belegte Springe sogar nur den 43. Platz von insgesamt 54 teilnehmenden Städten in dieser Kategorie. In der Gesamtbewertung reichte das für die Note 4,07. Im Vergleich zu 2018 bleibt das Ergebnis jedoch relativ konstant. Gefragt wurde beispielsweise, ob das Radfahren Spaß oder Stress bedeute, oder ob die Radwege im Winter geräumt würden. Die Antworten wurden nach dem Schulnotensystem bewertet.

Besonders schlecht bewerteten die Teilnehmenden den Stellenwert des Radverkehrs (4,6), den Komfort beim Radfahren (4,4), die Falschparkerkontrollen auf den Radwegen (4,8), die Ampelschaltung für Radfahrer (4,5) den Winterdienst (4,5), das Sicherheitsgefühl (4,5) und auch das Fahren auf Radwegen stempelten die Umfrageteilnehmer als gerade noch ausreichend ab. Noch vernichtender war die Wahrnehmung der Führung entlang der vielen Baustellen (4,8), der Oberfläche der Radwege (4,6) und der Breite der Radwege, die mit einer 5,0 abgestraft wurde.

Wer Interesse an der Verbesserung der Radverkehrsbedingungen in Springe hat, aber an der Veranstaltung nicht teilnehmen kann, kann unter Kontakt aufnehmen.




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