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Achtung, Knöllchen: Strafzettel für Falschparker

SPRINGE. Wegen Personalmangels hat die Stadt in den vergangenen beiden Jahren immer weniger Verwarn- und Bußgelder eingenommen. Das soll sich nun ändern: Seit Anfang des Jahres kontrolliert die Verwaltung wieder vermehrt in Springe.

Foto: Mischer/Archiv
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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

Die Stelle im Fachdienst Ordnung und Verkehr wurde nachbesetzt, sagt Ordnungsamts-Vize Karsten Kohlmeyer. Er macht deutlich: „Wir schreiben nicht auf, um reich zu werden, sondern um Verkehrsprobleme zu beheben.“

Kontrolliert werde vor allem dort, wo der Parkraum begrenzt ist. Heißt: Dort, wo eine Parkscheibe vorgeschrieben ist. Gleichzeitig gehe die Verwaltung Beschwerden nach, wenn Autofahrer etwa Grundstücke oder Ausfahrten zugeparkt haben. Und das zahlt sich bereits aus: Mehr als 3000 Euro monatlich sind seit Beginn des Jahres bei der Stadt eingegangen.

„Das ist kein Geldsegen, sondern hart umkämpft, um so die Kosten für das Personal zu decken“, so Kohlmeyer. Zum Vergleich: 2016 hatte Springe insgesamt 10 320 Euro durch Verwarn- und Bußgelder eingenommen. 2015 und 2014 fielen die Einnahmen doppelt so hoch aus.

Weil in den vergangenen Jahren kaum kontrolliert wurde, sorgten die Zettel unter den Scheibenwischern bei einigen Autofahrern für Ärger. Einige hätten sich bei der Stadt über die Knöllchen beschwert. Kohlmeyer betont: Nur durch die Kontrolle könne dafür gesorgt werden, dass sich die Autofahrer tatsächlich an die Beschilderungen hielten. „Das ist keine Schikane.“

Kontrolliert werde derzeit auch vermehrt im Bereich der Baustellen, wo es immer mal wieder zu Problemen käme, berichtet Kohlmeyer. „Aber auch an Schulen schauen wir genau hin.“ Angespannt ist die Parksituation vor allem vor dem Geschäft „Büro und Co.“. Wie berichtet, hat der Betrieb im März die Geschäfte der Post übernommen. Immer wieder würden Autofahrer auf der gegenüberliegenden Straßenseite halten, um ihre Pakete am Niederntor zurückzubringen. „Das ist eine neu entstandene Situation, die wir im Auge behalten müssen. Allerdings gibt es gar nicht so viele Möglichkeiten, dort nachzusteuern“, weiß Kohlmeyer. Anfang des Jahres kritisierten Mitarbeiter des Schreibwarengeschäfts, dass die wenigen Flächen oft von Langzeitparkern blockiert würden und hofften auf Kurzzeitparkplätze direkt vor dem Laden.

Das Problem: Mit der geforderten Belebung der Innenstadt werde auch der Parkraum geringer, so Kohlmeyer. „Ich glaube auch, dass das geplante Großprojekt von den Investoren Peter Othmer und Dennis Melching keine Entspannung bringen wird.“

Immer wieder entbrannte in den vergangenen Jahren eine Diskussion über die Parkplatzsituation. Um 2005 Geld für die Sanierung des Museumshofes zu sammeln, schlug ein Politiker das Aufstellen eines Parkscheinautomaten auf dem Burghof vor. „Es gibt es immer neue Ansätze, die Frage nach Parkscheinautomaten ist aber bereits Jahre her.“ Sein Fazit: Generell sei die Parksituation in Springe aber noch entspannt.



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