weather-image
13°

Acht Bands und zwei Bühnen bei "Rock am Deister"

Was die anderen machen, interessiert Mark Schlichting nicht die Bohne. Er hat es sich abgewöhnt, Festivalprogramme zu durchforsten. Schlichting vertraut einfach seinem Musikgeschmack, „Rock am Deister“ darf gerne einzigartig sein.

270_0900_6909_spr_rock1.jpg
marita

Autor

Marita Scheffler Redakteurin zur Autorenseite

VÖLKSEN. Was die anderen machen, interessiert Mark Schlichting nicht die Bohne. Er hat es sich abgewöhnt, Festivalprogramme zu durchforsten, anzukreuzen, auf welche Bands die Mitbewerber setzen und dann zu kopieren. Schlichting vertraut einfach seinem Musikgeschmack, „Rock am Deister“ darf gerne einzigartig sein.

Da ist zum Beispiel „Sound Discount“ aus Hannover, eine Soul-Funk-Gruppe mit vier Bläsern und einer Sängerin. „Die würde normalerweise niemand für ein Rock-Festival buchen“, sagt Schlichting. „Wir aber schon.“ Er ist fest davon überzeugt, dass die Hannoveraner perfekt ins Programm der Großveranstaltung am 30. Juli auf dem Festplatz in Völksen passen.

Acht Bands spielen an dem Sonnabend auf zwei Bühnen; einer Hauptbühne und einer kleineren, ebenerdigen Plattform, die in den Umbaupausen von drei Singer-Songwritern genutzt wird. Schlichting: „Das sorgt für Flair wie bei Straßenmusik.“

Das Flair, der familiäre Charakter, klare Strukturen und ein kompaktes Programm – das ist das, was „Rock am Deister“ nach Ansicht des gleichnamigen organisierenden Trägervereins ausmacht. Eine „gepflegte Feierei“, wie es Finanzchef Mathias Molgedey ausdrückt. Familien mit Kindern sind ausdrücklich willkommen. „Der Platz ist so konstruiert, dass man die Kinder immer sehen kann“, weiß der zweifache Vater aus Erfahrung. Wer die Ohrstöpsel für den Nachwuchs vergessen hat, erhält vor Ort kostenlos welche. Erwachsene brauchen keine.

Die große Mehrheit der Besucher ist über 30. Ein Drittel kommt direkt aus Völksen, ein Drittel aus dem Umkreis Hannover, der Rest nimmt längere Anfahrtswege in Kauf. Schlichting erinnert sich gerne an die Gästegruppe aus Hamburg, die irgendwann meinte: „Wie geil ist das denn hier?!“ So eine kleine, gemütliche und trotzdem professionelle Veranstaltung hätten sie noch nirgendwo anders gefunden.

Für dieses Jahr schraubt Schlichting die Messlatte besonders hoch. „Es ist das beste Programm, das wir je hatten“, sagt er selbstbewusst über die sechste Auflage. Jede Gruppe baue auf der anderen auf. Zwar wechseln die Stilrichtungen, doch der rote Faden sei klar da. „Wie Tetris spielen“, seien die Monate gewesen, in denen er die Blöcke nach und nach aneinandergefügt und passende Füller für die Lücken gefunden habe.

Fehlt nur, dass sich der größte Gegenspieler des Festivals endlich mal von seiner guten Seite zeigt: Das Wetter war am „Rock am Deister“-Wochenende mehrfach zu schlecht. Im vorigen Jahr schoben die Organisatoren eine Pause ein, etablierten stattdessen winterliche Klubkonzerte und füllten damit die Kasse auf.

Bei „Rock am Deister“ treten die Bands auf: C for Caroline, North Alone, Passepartout, Sound Discount, Driven by Clockwork sowie Danny Latendorf, Jeremy Bro und Maciek.

Eintrittskarten für „Rock am Deister“ am Sonnabend, 30. Juli, ab 15 Uhr auf dem Festplatz in Völksen, kosten im Vorverkauf 10 Euro, an der Tageskasse sind es 12 Euro. Kinder bis zwölf Jahre zahlen nichts. Verkauft werden die Tickets unter anderem in der NDZ-Geschäftsstelle an der Bahnhofstraße. Insidertipp: An diesem Wochenende verlost der Verein über seine Facebookseite Freikarten, Festivalbändchen und Getränkegutscheine.

Anzeige
Anzeige
Weiterführende Artikel
    Kommentare