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Entkernung und Abriss bis Ende August / Stadt will Gelände zum Verkauf anbieten

Abschied von der alten Schule

Eldagsen. Zersplitterte Glasscheiben, alte Lampenverkleidungen, kaputte Fassadenteile: Der Schutt stapelt sich vor der alten Schule an der Wallstraße. Jahrzehnte nach dem letzten Schultag hat auch das letzte Stündlein des Gebäudes geschlagen: Mitarbeiter einer Hamelner Abrissfirma entkernen gerade die Räume; bis Ende der Woche soll das Gelände komplett leer sein. Die Stadt will die Fläche dann zum Verkauf anbieten – einen konkreten Interessenten gibt es bis heute nicht.

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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Alles muss raus in diesen Tagen: die Leichtbauwände, die Strom- und Wasserleitungen, insbesondere die asbestbelasteten Bauteile. Auf dem Hof türmen sich die Stapel, langsam füllt sich der riesige Container.

In der Fassade klaffen schon jetzt große Lücken – sie sind nur der Anfang: In der kommenden Woche solle der Abriss erfolgen, sagt der zuständige städtische Mitarbeiter Frank Steinhauer. Danach wird die Baugrube verfüllt, die der Keller hinterlässt. Und dann ist das Gebäude mit seiner Jahrzehnte alten Vergangenheit Geschichte: die Schule, später der Kindergarten und der Treffpunkt mit Bibliothek, Volkshochschule und Vereinsräumen.

Alles, was wertvoll ist, haben die Stadt und andere Interessierte schon vor Wochen aus dem Gebäude geholt: So habe die Stadt unter anderem ein Treppengeländer abgebaut und eingelagert – es soll bei Bedarf andernorts wieder zum Einsatz kommen. Alte Waschbetonplatten, die das Eldagser Stadtwappen zeigen, habe sich der Bürgerverein gesichert, so Steinhauer. Ein Sandsteintrog soll vom Gelände an die Lange Straße verlegt werden: „Er bleibt den Eldagsern also im öffentlichen Raum erhalten.“

Was mit dem Grundstück selbst passiert, ist offen. Der Ortsrat hatte lange dafür gekämpft, den neuen Kindergarten hier zu bauen und nicht neben der Grundschule an der Hindenburgallee. Als die Idee im Rat scheiterte, hofften viele Eldagser, ein Altenheimbetreiber könne sich an der Wallstraße ansiedeln. Doch seit das Konzept der Arbeiterwohlfahrt mit Standorten in Eldagsen und Bennigsen auf Eis liegt, gab es in dieser Hinsicht keine neuen Interessenten.

Und auch sonst sei ihm nicht bekannt, dass sich jemand auf dem Gelände ansiedeln wolle, sagt Bürgermeister Jörg-Roger Hische. Er geht daher davon aus, „dass wir die Fläche auf den freien Markt werfen“. Denkbar sei theoretisch auch eine Unterteilung in kleinere Grundstücke – etwa, wenn dort mehrere Wohnhäuser entstehen sollen. Fest steht nur: Die Stadt selbst will die Fläche nicht mehr nutzen. Und so klafft ab Ende August erst mal eine Lücke im Herzen Eldagsens.



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