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Ab der Mitfahrbank von Lüdersen nach Bennigsen

LÜDERSEN. Mobilität für Lüderser Bürger schaffen: Dieses Ziel steckt hinter der Idee von Anja Hagedorn, im Bergdorf eine Mitfahrbank zu installieren. Geeignet wäre dafür die rote Bank an der Bergdorfstraße/ Ecke Holzweg. Wie das genau funktionieren kann, erklärte Hagedorn in der Sitzung des Lüderser Ortsrats.

An dieser Bank könnten sich künftig Lüderser einfinden, die per Auto nach Bennigsen mitgenommen werden möchten. Foto: Brinkmann-Thies

Autor:

Anne Brinkmann-Thies

„Ich möchte klein anfangen und zunächst Lüdersen und Bennigsen vernetzen“, sagte die Mutter von drei Kindern. Allein ihrer Kinder wegen sei sie häufig mit dem Auto unterwegs und habe fast immer noch Plätze frei. Gedacht sei das Konzept für Erwachsene und möglicherweise auch für Jugendliche, die kein Auto haben. „Hier in Lüdersen kennt fast jeder jeden, da könnte das gut klappen“, so Hagedorn. Damit die Fahrt auch zurück ins Bergdorf per Mitnahme möglich ist, könnte womöglich in Bennigsen eine Bank am Denkmal an der Hauptstraße als Station eingerichtet werden. Um entsprechende Schilder würde sich Hagedorn sogar selbst kümmern. Bei den Ortsratsmitgliedern stieß der Vorschlag auf große Zustimmung. „Die Idee ist ganz toll“, freute sich Ortsbürgermeisterin Ursel Postrach. Und Ute Austermann-Haun (CDU) sagte spontan zu, die Mitfahrbank-Idee auch persönlich zu unterstützen.

Neue Wege der Mobilität in die eigene Hand zu nehmen ist wohl auch deshalb in Lüdersen ein wichtiger Weg, weil die ersatzlose Streichung der Regiobus-Linie 360 laut Gutachten zur Überplanung des Regionalbusnetzes und Nahverkehrsplan der Region Hannover wohl traurige Realität wird. „Ich bin tief enttäuscht“, sagte Henning Howind (SPD). Lüdersen werde dadurch abgekoppelt vom öffentlichen Nahverkehr. Gerade aus umweltpolitischen Erwägungen werde andernorts die Stärkung des Nahverkehrs gefordert, im Ort passiere jetzt genau das Gegenteil. Das habe auch nichts mit Daseinsvorsorge zu tun, kritisierte Postrach und kündigte an: „Wir wollen weiter protestieren“. Wie berichtet, entfällt mit der Einstellung der Linie 360 die Anbindung Lüdersens an die Wallensteinstraße in Hannover. Die Bewohner, unter ihnen auch Berufspendler, haben dann nur noch die Möglichkeit, mit der S-Bahn in Richtung Landeshauptstadt zu fahren. Dabei soll ein Mindestbedienungsstandard eingehalten werden. Es sei dürftig, wenig konkret und geradezu arrogant, was die Region hier anbiete, kritisierte die CDU-Fraktion im Ortsrat. Und Howind schimpfte: „Wir fühlen uns veräppelt“.



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