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Übergriffe auf Verwaltungsmitarbeiter

SPRINGE.  Im Zuge der Beratungen zu den wiederkehrenden Straßenausbaubeiträgen ist es in den vergangenen Tagen offenbar zu "verbalen und tätlichen Übergriffen" auf städtische Mitarbeiter gekommen.

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In einem Schreiben kündigt Bürgermeister Christian Springfeld jetzt Konsequenzen an.

Auf mehrheitlichen Beschluss des Stadtrates wurden in Springe wiederkehrende Straßenausbaubeiträge eingeführt. In diesen Wochen werden alle Grundstückseigentümer angeschrieben, über das neue System informiert und um Prüfung der zu ihrem Eigentum gespeicherten Daten gebeten. Insgesamt sollen etwa 16000 Briefe verschickt werden. Aus formalrechtlichen Gründen erhalte jeder Miteigentümer laut Grundbuch einen eigenen Brief. Beispielsweise erhalte auch bei Ehegatten, die als je hälftige Miteigentümer im Grundbuch stehen, jeder Ehepartner einen eigenen Brief, schreibt Springfeld.

Trotz umfassender Informationen in dem mehrseitigen Brief und weitergehender Informationen auf www.springe.de/wkb - wie beispielsweise einer Übersetzung der Informationen in leichte Sprache – sei der persönliche Beratungsbedarf zu dem Thema enorm. Der Ansturm könne durch die Stadtverwaltung Springe nur bewältigt werden, in dem feste Beratungszeitfenster festgelegt werden. Persönliche Beratungstermine können ab sofort nur ausnahmsweise und nur noch nach vorheriger Terminvereinbarung angeboten werden, teilt Springfeld mit. In der übrigen Zeit werden schriftliche Anfragen abgearbeitet.

Nach den Übergriffen auf die Mitarbeiter sehe er sich zu folgenden Maßnahmen gezwungen: Persönlich telefonisch erreichbar seien die Mitarbeiter unter 05041 73-123 montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr. Sprachnachrichten könnten rund um die Uhr hinterlassen werden. Persönliche Beratungstermine sollen nur noch nach Vereinbarung unter 05041 73-123 stattfinden. "Bitte versuchen Sie Ihr Anliegen wenn möglich schriftlich oder telefonisch zu klären. Aufgrund der Vielzahl der Gesprächswünsche können lange Wartezeiten für persönliche Termine entstehen", so Springfeld. "Ich bitte alle Bürger um Verständnis für diese Maßnahmen. Zum Schutz meiner Mitarbeitenden sehe ich derzeit keine andere Möglichkeit", ergänzt Springfeld. Fast alle Informationen seien in dem Anschreiben enthalten. Weitere Informationen gebe es im Internet (www.springe.de/wkb). Wenn noch Fragen offen seien, sollten diese vornehmlich schriftlich per Brief oder E-Mail (wkb@springe.de) an die Stadt gerichtet werden.

"Bitte denken Sie daran, dass in der Stadtverwaltung auch nur Menschen arbeiten. Ich verstehe die Aufregung um das neue System zur Abrechnung der wiederkehrenden Straßenausbaubeiträge. Die Stadtverwaltung Springe setzt hier aber lediglich politische Beschlüsse der Mehrheit des Rates der Stadt Springe um. Meine Mitarbeitenden und ich tun nur unsere Arbeit im Rahmen des geltenden Rechts, wir geben unser Bestes, um jede Frage zu beantworten. Verbale oder gar physische Gewalt ist nicht angebracht und wird von mir in keinster Weise toleriert", schreibt Springfeld.



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