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Nachbarschaftsstreit geht vor dem Landgericht in die zweite Runde

Ärger um plärrende Papageien

Springe (mf). Mit einem kuriosen Nachbarschaftsstreit muss sich das Landgericht Hannover in zweiter Instanz befassen. Es geht um angeblich zu laut plärrende Papageien.


Die Parteien sind Nachbarn in Springe. Die Beklagten haben auf ihrem Grundstück seit etwa 15 Jahren rund 40 Sittiche und Papageien in einem Stallgebäude mit Außenvoliere gehalten. Die Kläger haben das Nachbargrundstück vor etwa drei Jahren erworben und beschweren sich seitdem über das laute Vogelgezwitscher. Die Tiere machten einen ohrenbetäubenden Lärm, der für sie als Nachbarn unzumutbar sei, heißt es.

Tiere sollen mittags und abends schweigen

Das Amtsgericht Springe, das sich in erster Instanz mit dem Fall befasst hat, führte einen Ortstermin durch. Die anschließende Entscheidung: Die Papageien dürfen außerhalb des Stalles beziehungsweise bei geöffnetem Fenster nur zwischen 9 und 12 Uhr sowie zwischen 15 und 18 Uhr gehalten werden.

Die Beklagten mochten diese richterlich angeordnete Mittagspause und Nachtruhe nicht hinnehmen und gingen in Berufung. Sie möchten erreichen, dass sie die Vögel wieder ohne jede Beschränkung wie bisher halten dürfen. Das nun mit dem Fall befasste Landgericht hat das persönliche Erscheinen der Parteien, nicht aber der Papageien, angeordnet. Verhandelt wird am 16. April vor der 16. Zivilkammer in Hannover.

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