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Bennigserin dreht für Film-Award

99 Stunden ergeben 99 Sekunden

Bennigsen. Vor der Leinwand stapeln sich schicke Schuhe, mittendrin sitzt Mandy Bogar und macht Geräusche des Verzückens. Jessica Kroll hält die Kamera auf die Szene. Die beiden jungen Frauen drehen einen Kurzfilm, haben dafür aber nur 99 Stunden Zeit.

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Die 23-jährige Bennigserin Jessica Kroll und ihre gleichaltrige Filmpartnerin Mandy Bogar aus Hannover nehmen am „99 Fire-Film-Award“ teil, dem größten Kurzfilmwettbewerb weltweit. Unter dem Motto „Was ich schon immer tun wollte“, waren am Wochenende nach Veranstalterangaben tausende Filmteams unterwegs, um ihre Geschichte zu erzählen.

Die Klappe fiel am Donnerstag um Punkt 10 Uhr: Da gab der Veranstalter das Thema für die jungen Filmemacher bekannt. Jessica und Mandy standen zu dem Zeitpunkt schon in den Startlöchern und erdachten sich ihren Plot: Eine junge Frau träumt von einem dicken Portemonnaie, um sich Unmengen Schuhe kaufen zu können. Auf einer Parkbank trifft sie auf ihre Freundin, die ihr die Augen öffnet: Gesundheit, ausreichend Nahrung und Frieden seien weitaus wertvoller als materielle Bedürfnisse.

Der Film darf höchstens 99 Sekunden plus Abspann dauern. Eine weitere Vorgabe beim „99 Fire-Film-Award“: Sogenannte Hashtags sollen die entscheidenden Begriffe markieren. In dem Film von Jessica und Mandy sind das „Frieden“, „Gesundheit“ und „Essen“. Der Beitrag muss heute bis spätestens 13 Uhr online abgegeben werden.

Die beiden jungen Frauen, die beruflich als medizinische Fachangestellte und als Versicherungskauffrau fest im Sattel sitzen, haben sich bei einem Castingtermin für einen Werbespot kennengelernt. Sie vereinbarten, das nächste Kurzfilmprojekt gemeinsam anzugehen. „Wir haben beide schon vor der Kamera gestanden“, erzählt Jessica Kroll. Die Bennigserin war als Laienschauspielerin bereits mehrfach im Fernsehen zu sehen, unter anderem in der RTL-Serie „Verdachtsfälle“. Gerade hat sie ein weiteres Casting fürs Fernsehen erfolgreich absolviert.

Die 23-Jährige hat auch schon selbst Kurzfilme produziert. Passendes Equipment hat sie deshalb. Die Hannoveranerin Mandy Bogar stand bei dem Film „Monument Men“ mit George Clooney vor der Kamera. Bei dem Kinofilm, der im Harz gedreht wurde, spielte sie eine belgische Zivilistin.

Nun aber geht es den beiden um ein eigenes Projekt für den Award. Sollten die Frauen vor den Augen der Jury – unter anderem mit dem Schauspieler Axel Milberg besetzt – einen der ersten 99 Plätze ergattern, würden sie jubeln. Dann könnten sie an einem Campus teilnehmen und auf eine Reihe Schauspieler und Filmemacher treffen.

Sollten sie den mit 9999 Euro dotierten Filmpreis gewinnen, könnten sich die beiden selbst einen Herzenswunsch erfüllen. Mandy Bogar möchte für einige Wochen nach Asien reisen. Jessica Kroll würde das Geld in ein Auto investieren.br



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