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Großeinsatz für sieben Feuerwehren in Gestorf / Hausbewohner gelangt unverletzt ins Freie

90 Retter kämpfen gegen Rauch und Hitze

Gestorf (ric). Die Sicht ist gleich null. Mühsam tasten sich die Feuerwehrleute durch den giftigen Qualm vor, Zentimeter für Zentimeter. Die Hitze hat das Dachgeschoss in einen Kessel unter Druck verwandelt. Kaum haben sich die Atemschutzträger dem Brandherd angenähert, müssen sie schon wieder raus. Das Gebäude, das gestern Nachmittag von außen kaum sichtbar brennt, stellt 90 Retter aus sieben Feuerwehren vor eine große Herausforderung.

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Es ist 15.38 Uhr, als der Bewohner des großen Wohnhauses an der Calenberger Straße einen verdächtigen Geruch wahrnimmt. Der 73-Jährige läuft geistesgegenwärtig nach draußen, ruft Hilfe. Die ist wenige Minuten später am Einsatzort. Aus Gestorf, Bennigsen, Springe, Lüdersen, Völksen, Hüpede und Pattensen rücken Brandschützer an. Die Polizei sperrt die Straße, der Verkehr muss weichen, alles wird dichtgemacht. Die zahlreichen Schaulustigen werden aufgefordert, Platz zu machen. Die Lage ist unklar.

Einsatzleiter Dirk-Michael Liesch schickt als erste Maßnahme einen Angriffstrupp mit C-Rohr ins Haus, der muss wieder abdrehen. Draußen bereiten die Männer die Drehleiter für den Einsatz vor. An allen Fronten wird gearbeitet: Auf dem Dach werden die Ziegel werden entfernt, Dachpappe wird aufgestochen. Endlich können Rauch und Wärme entweichen, Qualm wabert hinaus. Parallel startet auf der Rückseite, direkt neben dem alten Feuerwehrhaus, ein zweiter Vorstoß mit C-Rohren. Im Inneren kommen noch zwei Wärmebildkameras zum Einsatz, Brandnester sollen aufgespürt werden. Kurz vor 18 Uhr ist das Feuer aus. Eine halbe Stunde später gibt die Polizei die Straße frei.

Zu diesem Zeitpunkt sind Beamte der Kriminalpolizei im Haus. Nicht auszuschließen, dass ein Defekt an einem technischen Gerät Ursache für das Feuer ist. Der Bewohner ist bei Angehörigen untergekommen – sein Haus wird er für längere Zeit nicht nutzen können.



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