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79 Unfälle: Hier hat es in Springe 2017 gekracht

SPRINGE. Blaue und rote Striche überziehen den Springer Stadtplan aus verschiedenen Grautönen. Wer ihn betrachtet, kann sehen, in welcher Straße es zu Unfällen kam. Der neue Service des Statistischen Bundesamtes heißt Unfallatlas und bietet eine Übersicht über Unfallstellen.

Allein an der Auffahrt zur B217 Richtung Hameln ereigneten sich 2017 zwei Unfälle mit Verletzten, wie aus dem Unfall-Atlas hervorgeht. GRAFIK: STORCH/FOTO: MISCHER
Mischer

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Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

Jeder Springer kann nun in der interaktiven Karte nachschauen, wo sich in seiner Nachbarschaft Unfälle ereignet haben, bei denen Personen verletzt wurden.

13 November 2017: Ein 84-Jähriger fuhr mit seinem Opel Vectra auf dem Weg zur Kunst Richtung Kaiserallee, im Bereich der Einmündung fuhr der Mann mit seinem Wagen in den Grünstreifen, der Opel stürzte in den angrenzenden Bach und blieb dort liegen. In der Klinik war der Mann schließlich seinen schweren Verletzungen erlegen. Er und seine Geschichte tauchen nun in der neuen Unfallstatistik auf. Im Bereich der Kernstadt mit Dahle ereigneten sich im Bereich laut neuem Atals 39 Unfälle, bei denen Personen verletzt wurden, einer davon mit tödlichem Ausgang; jener zwischen Weg zur Kunst und Kaiserallee.

Und im gesamten Stadtgebiet kam es im Jahr 2017 zu 79 Unfällen, bei denen Personen verletzt worden sind. Bei sechs Unfällen waren Fußgänger beteiligt – diese ereigneten sich ausnahmslos im Bereich der Kernstadt. Im Gegensatz zu den Fahrradunfällen. Die ereigneten sich vor einem Jahr tatsächlich in der Kernstadt und in den Ortsteilen; zwölf passierten in der Kernstadt, dort mit einem Schwerpunkt in der Straße „Auf dem Burghof“, zwei Fahrradunfälle passierten in Völksen, zwei in Gestorf, ein Crash ereignete sich bei Eldagsen und zwei in Bennigsen.

Mit Blick auf die Streckenabschnitte mit Unfallhäufigkeiten stechen die Straße Auf dem Burghof und Burgstraße in der Kernstadt hervor. Auch die Auffahrt zur B217 Richtung Hameln gehört zu den Strecken, an denen es 2107 besonders häufig gekracht hat.

Die Daten für den Unfallatlas stammen laut Bundesamt für Statistik von den Polizeidienststellen selbst. Ein Pressesprecher der Polizei Hannover indes wollte keine genauen Angaben dazu machen, wie die Informationen an das Bundesamt übermittelt werden. Dass Unfalldaten gesammelt werden, praktiziere die Polizei in der Region indes „schon seit Jahren“. Und „eine einjährige Erfassung hat keine Aussagekraft“, so der Sprecher. Auch sei es nötig, weitere Punkte wie etwa die „Witterungsverhältnisse oder örtliche Begebenheiten“ mit in eine Auswertung der Unfallzahlen einfließen zu lassen. Das geschehe im Unfallatlas nicht.

Tatsächlich veröffentlicht die Polizei einmal jährlich ihre Unfallstatistik, die auch zwischen den Jahren fortgeschrieben wird. Laut des Sprechers der Polizei in Hannover ist die sogenannte Gestorfer Problemkreuzung eine Unfallhäufungsstelle. Seitdem an der Kreuzung von Landesstraße 422 (Harbergstraße) und Kreisstraße 216 eine Ampel steht, wurde das Gefahrenpotenzial aber deutlich entschärft. Laut Atlas zu deutlich mehr Unfällen mit Verletzten kam es in Bennigsen zwischen Hauptstraße und Hüpeder Straße: Drei Unfälle zählen die Statistiker dort im Jahr 2017. In Gestorf waren es während der gleichen Zeit nur zwei.

Zentraler Unterschied zwischen Polizei-Statistik und Unfall-Atlas ist, dass Bürger im Atlas transparent jederzeit auf einer Karte jeden Bereich der Stadt unter die Lupe nehmen können. Der Verkehrssicherheitsbericht der Polizei indes wird nur einmal jährlich als Text veröffentlicht. Auch er ist im Internet abrufbar auf der Seite der Polizeidirektion Hannover. Der Unfall-Atlas gibt es hier: https://unfallatlas.statistikportal.de/



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