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Stadtfeuerwehrfest: Zum ersten Mal seit sieben Jahren feiert Völksen wieder auf dem Zeltplatz

72 Stunden Partylaune bei Jung und Alt

Völksen. Drei Tage ging es hoch her in Völksen: Das Stadtfeuerwehrfest lockte viele Besucher, Vereine und Verbände auf den Festplatz an der Alvesroder Straße. Mit dem Tanz am gestrigen Abend ging das Fest bei schwül-warmen Temperaturen feucht-fröhlich zu Ende.

Beim Feuerwehrfest waren allen auf den Beinen: Die Mädchen vom GV Fortuna haben aus ihrem Festwagen eine Diskothek gemacht.

Die Dienstversammlung, auf der die Führungsriege Bilanz zieht, darf bei keinem Stadtfeuerwehrfest fehlen. Am Sonntag Vormittag hatten dort der neue Stadtbrandmeister Andreas Just und sein Stellvertreter Patrick Finze ihren ersten großen, offiziellen Auftritt. Von den tief gehenden Querelen der vergangenen Monate war nichts mehr zu spüren – aber auch noch nichts von Aufbruchstimmung.

Nachdem im Mai Justs Vorgänger Manfred Hakemeyer von den Kameraden „abgesägt“ worden war und daraufhin gemeinsam mit Stellvertreter Hans-Werner Busche aus der Feuerwehr austrat, herrschte extrem dicke Luft bei den Springer Brandbekämpfern. Bei der aktuellen Stadtkommandositzung war aber auch für gespitzte Ohren kein Wort über das schwere Zerwürfnis zu hören. Lediglich ein knappes Dankeschön in Richtung Hakemeyer und Busche für „eine langjährige, gute Zusammenarbeit“ kam den Offiziellen über die Lippen.

Einen emotionalen Appell richtete Just an Bürgermeister Jörg-Roger Hische und den Stadtrat: „Um die Schlagkraft und die Einsatzfähigkeit unserer Feuerwehr zu gewährleisten, wird der Rat der Stadt Springe in den nächsten Jahren mehr Geld in die Hand nehmen müssen, damit wir den technischen Bedürfnissen und den gesetzlichen Vorschriften weiterhin gerecht werden können.“

Am 31. Dezember 2010 bestand die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Springe aus zwölf Ortsfeuerwehren mit 483 aktiven Mitgliedern, zwölf Jugendabteilungen und sechs Kinderfeuerwehren sowie drei Musikzügen. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr im Stadtgebiet 197 Einsätze absolviert, darunter 54 Brandbekämpfungen, 112 technische Hilfsleistungen und 31 blinde Alarme.

Am Nachmittag hatte Petrus beim Festumzug ein Einsehen mit den Veranstaltern. Pünktlich um 15 Uhr verzogen sich die Gewitterwolken, sodass die 30 Vereine und Verbände – insgesamt 750 Teilnehmer – zu ihrem einstündigen Zug durch Völksen starten konnten.

Um die 600 Menschen hatten sich an den Straßen versammelt, um das bunte Treiben zu verfolgen. Waren alle Gruppen noch voller Elan gestartet, sah man ihnen zum Ende hin die Strapazen der Hitze doch an. Froh waren diejenigen, die etwas zu trinken dabei hatten. So freuten sich alle auf eine kühle Erfrischung im Festzelt. Aber auch dort herrschten bestimmt noch 35 Grad, schätzte Ortsbrandmeister Thomas Werner, während er sich den Schweiß von der Stirn wischte. Er sei aber überaus zufrieden mit dem Verlauf des Festes gewesen: „Mein Fazit: Es ist alles super gelaufen.“



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