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450 Besucher sehen sich das Musical „Lydia“ an

Die Aula des Otto-Hahn-Gymnasiums als antike Stadt Philippi: Bei dem Musical „Lydia“ führen die Kinder und Jugendlichen auch orientalische Tänze auf. Foto: Brinkmann-Thies

Autor

Annegret Brinkmann-Thies Reporterin

SPRINGE. Ein farbenprächtiges Musical haben rund 100 Kinder und Jugendliche in der Aula des Schulzentrums Süd mit „Lydia – die Purpurhändlerin“ auf die Bühne gebracht. Die biblische Lebensgeschichte einer einstigen Sklavin stand im Mittelpunkt der opulenten Aufführung, die die rund 450 Zuschauer in ihren Bann zog. Die jungen Akteure, Mitglieder der Neuapostolischen Kirche, kamen aus ganz Niedersachsen, ein Dutzend von ihnen wohnt in Springe.

Die Deisterstadt war der letzte Aufführungsort für das mehr als drei Stunden umfassende Musical. In historischen Kostümen sangen und spielten die Kinder und Jugendlichen in mehreren Bildern Szenen aus dem Leben der Lydia nach, die ihren Weg zu Gott findet. Diese Rolle übernahm Kim-Aileen Kasche. Die Bühne des Otto-Hahn-Gymnasiums verwandelte sich in die antike von den Römern besetzte Stadt Philippi.

Hier lebt die einstige Sklavin Lydia, die dort einen blühenden Handel mit purpurgefärbten Stoffen betreibt. Nach einer Begegnung mit dem Apostel Paulus (Nina-Christin Friedrichs) gründet Lydia schließlich eine kleine Gemeinde, die nach der Lehre Jesu lebt. In verschiedenen facettenreichen Bildern und mit vielen Einlagen von Gladiatorenkämpfen bis hin zu orientalischen Tänzen mimten und sangen die Darsteller gekonnt das anspruchsvolle Musical rund um Lydia, die als die erste Christin Europas gilt.

„Ein Jahr lang haben wir für dieses Stück geprobt, alle drei Wochen haben wir uns getroffen“, erklärte Ralf Meier. Er entwickelte nicht nur das Gesamtprojekt, sondern führte auch die Chor-, Solo- und Schauspielproben durch. Ihm zur Seite stand Martin Lütge. Die jungen Akteure kamen aus einem großen Verbreitungsgebiet zwischen Hamburg, Göttingen, Harz und Heide.

Unter den Mitwirkenden spielten auch Springer mit. So übernahm Nadine Becker die Rolle des Sklaven Alkides, Marie Lesemann spielte eine Tochter Lydias, Annika Wedekind den römischen Hauptmann Claudius und Lara Matthias und Mirka Scharrenbroich mimten Sklaven. Musikalisch begleitet wurden die Sänger vom Orchester der Neuapostolischen Kirche unter der Leitung von Melanie und Holger Plottke.

Gastgeber im Schulzentrum Süd war die Springer Gemeinde der Neuapostolischen Kirche mit ihrem Vorsitzenden Wolfgang Ebers.

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