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Genossenschaftsmodell stößt auf großes Interesse : 200 Besucher versammeln sich im Gemeinschaftshaus

35 000 Euro Startkapital für Dorfladen nötig

Altenhagen I (ir). Der erste Schritt ist getan. Die Initiatoren Andreas Baenisch und Michael Whelan stellten am Freitagabend im Dorfgemeinschaftshaus vor rund 200 Zuhörern ihre Pläne für den Dorfladen und die Kulturkneipe vor. Die Besucher drängten sich im restlos überfüllten Veranstaltungsraum. „Das hätten wir in unseren kühnsten Träumen nicht erwartet“, sagte Whelan.

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Es herrschte Aufbruchstimmung, als die beiden Initiatoren im Wechsel die Schritte erläuterten, die zum Dorfladen führen sollen. Der Plan sieht vor, im Erdgeschoss der ehemaligen Verwaltungsaußenstelle einen Dorfladen, ein Frühstückscafé sowie eine Kulturkneipe einzurichten. Außerdem sind ein Clubraum und sanitäre Einrichtungen geplant. Die Initiatoren wollen das Haus für zwei Jahre mieten, gegebenenfalls auch kaufen. Hierüber soll erst nach der Gründung der Genossenschaft entschieden werden.

Whelan erklärte, dass eine Genossenschaft die insolvenzsicherste Rechtsform sei, weil jeder Anleger nur für sein eigenes Kapital geradezustehen habe. Die momentane Planung sieht 100 Euro für einen Genossenschaftsanteil vor. Für die Umbaumaßnahmen wurden 23 000 Euro Materialkosten errechnet. Das angestrebte Genossenschaftskapital soll jedoch 35 000 Euro betragen – 350 Anteile müssten also verkauft werden.

Um den Umbau zu bewerkstelligen, sollen alle Handwerker des Ortes ins Boot geholt werden. Auch hätten schon zahlreiche Kooperationspartner – vom Metzger bis Bäcker – für den Dorfladen gewonnen werden können, erklärten Baenisch und Whelan. Selbst über die Öffnungszeiten haben sich die Initiatoren bereits Gedanken gemacht: Von 6 bis 11 Uhr sollen der Dorfladen und das Frühstückscafé geöffnet haben, ab 18 Uhr die Dorfkneipe. Freitags soll es zudem einen Mittagstisch mit Außer-Haus-Verkauf geben und sonntags könnten auf Bestellung Brötchen ins Haus geliefert werden.

Um diese Pläne umzusetzen, werden Arbeitsgruppen eingerichtet. Sie sollen sich um die Gründung der Genossenschaft, sowie um die bauliche Umsetzung der Planung und die Finanzen kümmern. Dazu sollen vor allem Fachleute gewonnen werden.

Im Laufe der Woche wird eine Homepage (www.dorf-kultur-erbe.de) geschaltet werden, die über den Stand der Planungen informieren soll. „Wir wollen, dass alles offen und transparent abläuft“, sagte Whelan. Interessierte können sich über die Webside auch an die Initiatoren wenden. Außerdem wird an der ehemaligen Schneckenpost ein Briefkasten installiert, in dem Vorschläge und Kritik hinterlassen werden können.

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