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250 Springer machen bei der Tannenbaum-Rückgabe der WIR mit

SPRINGE. Es grünt so grün – aber irgendwann eben auch nicht mehr. Am 6. Januar wird traditionell abgeschmückt. Bei Familie Michels sogar am Vorabend. Die Tannenbaum-Rückgabe-Aktion der Springer Einzelhändler kam den Völksenern da wie gerufen.

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Marita Scheffler Redakteurin zur Autorenseite

Und weil Sohn Jan Philipp auf einen lohnenden Einkauf in „Sven’s Spielzeugparadies“ hoffte, streifte er seine Arbeitshandschuhe über und half, die nadelnde Weihnachtserinnerung ins Auto zu hieven. Die letzten Meter über den Marktplatz – und damit den Endspurt in Richtung Schredder – übernahm der Siebenjährige ganz allein.

250 Springer machten es am Sonnabend ebenso wie Familie Michels und tauschten ihren ausgedienten Christbaum gegen einen Rabattgutschein ein. Der Werbe- und Informationsring (WIR) lud im dritten Jahr infolge zu der Aktion ein. „Am Anfang war ich etwas skeptisch“, räumt der frühere WIR-Chef Erhardt Bormann ein, während er einen Tannenbaum in der Rechten hält und mit der Linken einen der 10-Euro-Coupons aushändigt. „Aber: Ich wurde eines Besseren belehrt.“

Im ersten Jahr gingen 600 Springer auf das Tauschgeschäft ein, im vergangenen waren es gut 250. Beim Start in diesem Jahr um 9 Uhr sah es dagegen mau aus. Die ersten Teilnehmer standen fast allein auf dem Marktplatz.

Richtung Mittag brummte es dann zusehends – die Mitarbeiter, die die Tannen an Ort und Stelle in Kleinteile zerlegten, hatten gut zu tun. „Vielleicht wäre es schlau, im nächsten Jahr erst eine Stunde später anzufangen, überlegten Erhardt Bormann und sein Vorstandskollege Thomas Kritscher, die gemeinsam die Aktion betreuten.

Zur Freude Bormanns erreichte die Aktion ihren eigentlichen Zweck: „Es ist Leben auf dem Markt. Die Leute bleiben stehen und kommunizieren.“

Durchaus Unterhaltungswert hatte, wie einfallsreich einige Kernstadt-Bewohner ihren Weihnachtsbaum transportierten. Der zehnjährige Jonas Ohnesorge und sein fünf Jahre jüngerer Bruder Julian etwa chauffierten ihre Familientanne mit dem Kettcar zum Marktplatz. Sabine Marock griff zu Hundeleinen, um ihre zwei Bäume unkompliziert zu Fuß befördern zu können.

Auch Dieter Adam zog einige Blicke auf sich – was in seinem Fall nicht am Transportmittel, sondern am Transportstück lag. Er schleppte eine komplett braune Tanne an. „Da sind aber noch alle Nadeln dran“, scherzte er, während er erzählte, dass er gerade den Christbaum 2015 entsorge. Die Tanne stand zwei Jahre vorm Haus, bis jetzt geschmückt mit einer Lichterkette. Irgendwann müsse man aber wohl mal endgültig Abschied nehmen, so Adam, der auch gleich den aktuellen Baum schreddern ließ.

Wer die Tannenbaum-Rückgabe der WIR verpasst hat und seinen Baum nicht zum Wertstoffhof bringen möchte, kann ihn in dieser sowie der nächsten Woche – abgeschmückt – am Müllabfuhrtag bis 7 Uhr an den Straßenrand legen. Die aha nimmt das Holz mit, wenn der Stamm auf 1,50 Meter gekürzt und maximal 15 Zentimeter dick ist.



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