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2000 Menschen besuchen Ausstellung in St. Andreas

SPRINGE. Nach der großen Luther-Schau in St.-Andreas ziehen die Veranstalter aus der Gemeinde eine positive Bilanz der Ausstellung. Genau 2000 Besucher haben die Exposition in den Räumen der St.-Andreas-Kirche am Ende besucht. Punktlandung. Zum Abschluss war Landessuperintendentin Petra Bahr zu Gast (wir berichteten).

Landessuperintendentin Dr. Petra Bahr mit der Lutherfigur aus Kunststoff am Altar der St.-Andreas-Kirche. FOTO: VOIGTMANN

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Horst Voigtmann Reporter

Pastor Eckhard Lukow blickt noch einmal zurück: Er hatte von der Ausstellung bereits eineinhalb Jahre zuvor erfahren. „ Sie bietet einen guten Einblick über die Wirkungsgeschichte und das Luther-Bild heute“, ist er sich sicher. Während der Ausstellung sei ihm aufgefallen, dass die Besucher plötzlich über Martin Luther gesprochen hätten, berichtete er. Im Gottesdienst machte Gemeindepfarrer Klaus Fröhlich deutlich, wie viele Menschen an der Ausstellung mitgewirkt haben und sprach ihnen den Dank der Kirchengemeinde aus.

„Alle Altersgruppen waren hier in der Kirche. Vor ein paar Tagen habe ich eine Führung mit dem Kindergarten und dem Spielkreis gemacht. Da waren die jüngsten Kinder drei Jahre alt. Aber es waren auch Konfirmanden, Schüler, Senioren unter den Besuchern“, freut sich Lukow. Besonders wichtig, so sagt er, sei ihm der ökumenische Blick bei der Ausstellung gewesen, der besonders in einer Skulptur sichtbar geworden sei, die beide Theologischen Reformgeister, Bernhard von Clairvaux und den etwa 500 Jahre später geborenen Martin Luther, vor dem Gekreuzigten zeigen.

Predigttext der Landessuperintendantin war übrigens eine Stelle aus dem Markusevangelium, Kapitel 14, die Verse 3 bis 9. Darin geht es um den Besuch Jesu im Hause eines Mannes namens Simon. Während sie dort aßen, kam eine Frau herein und salbte das Haupt Jesu mit einem kostbaren Öl. Einige Menschen, die dabei saßen, fragten, was denn solch eine Vergeudung solle. Man hätte das Geld besser genommen und es den Armen gegeben. Jesus aber sagte: „Sie hat ein gutes Werk an mir getan. Sie hat meinen Leib im Voraus gesalbt zu meinem Begräbnis.“

Häufig bestehe das Leben aus solchen Gegensätzen, wie hier, dem kostbaren Duft und der Kreuzigung, die auf Jesus wartet. Und in unseren Tagen widersprechen sich das köstliche Erwachen der Natur und die bösen Fernsehbilder aus Schweden und Syrien und seien dennoch ein Stück unserer Lebenswirklichkeit, erinnerte die Landessuperintendentin.

„Grausamer Tod und heiteres Leben ganz nah beieinander, unerträglich nah beieinander. An diese Nähe von Leben und Tod erinnert die Geschichte vom wertvollen Nardenöl.“ Der Tod lasse sich nicht verdrängen, nicht durch heitere Frühlingsfeste, auch nicht durch eine höhere Macht. Aber er habe eben nicht das letzte Wort, betonte Bahr.

Im Anschluss an den Gottesdienst lud die Kirchengemeinde auf den Platz um die Kirche ein, wo es bereits herrlich nach Spanfelkelbraten roch und wo der Posaunenchor bei herrlichem Frühlingswetter aufspielte.

Auch nach der großen Lutherschau bleibt der Reformator ein Thema in der Gemeinde, wie ein Blick auf die Veranstaltungen zeigt.

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