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200 000 Euro für neuen Parkplatz am Bahnhof

SPRINGE. Wer es morgens eilig hat, bekommt in Springe schnell ein Problem: Auf der Suche nach einem Parkplatz am Bahnhof müssen Pendler schon einmal mehrere Runden fahren, um noch eine der begehrten Lücken zu ergattern. Jetzt nehmen die Pläne für einen zusätzlichen Park-and-Ride-Parkplatz endlich Fahrt auf.

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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

Im Mai will die zuständige Region Hannover bei dem Land einen Förderantrag stellen. Geplant sind laut Regionssprecher Klaus Abelmann 70 neue Stellflächen. „Ich schätze für die Anlage in dieser Größenordnung die Kosten auf etwa 200 000 Euro“, sagt er. Am Zentralen Omnibusbahnhof selbst soll sich nach derzeitigem Planungsstand aber nichts ändern, sagt Abelmann mit Blick auf den Bebauungsplan.

Die Region rechnet allerdings erst Anfang kommenden Jahres mit einem Bescheid des Landes, ob die Mittel am Ende wirklich fließen.

Erst danach kann die Baumaßnahme überhaupt ausgeschrieben werden. Mitbeantragt hat die Behörde auch den Abriss der restlichen maroden Schuppen – seit Jahren verfallen dort die Industriehallen. „Das wäre dann ein Abwasch“, so der Sprecher.

Im August vergangenen Jahres wurde zumindest der komplett eingestürzte Teil der Schuppen bereits abgetragen. Immer wieder forderte die Politik den kompletten Abriss des Schandflecks – viele Jahre war nichts passiert: Der damalige Besitzer, ein Planungsbüro aus Ostwestfalen-Lippe, hatte das Gelände ursprünglich gekauft, um dort einen kostenpflichtigen Parkplatz zu bauen. Doch die Gespräche zwischen Region und Investor scheiterten immer wieder, das Unternehmen gab die Pläne auf. Im Februar 2016 kaufte die Stadt die maroden Bahnhofsschuppen samt Gelände vom Projektentwickler zurück. „Dass die Planungen jetzt losgehen, ist hervorragend für Springe“, freut sich jetzt Bürgermeister Christian Springfeld. „Der Bahnhof ist das Eingangstor in eine Stadt: Und für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance“, betont er. Daher sei es wichtig, dass das Gelände und der Vorplatz optisch attraktiver gestaltet werden. Er stehe im engen Kontakt mit dem Regionsdezernenten für Wirtschaft, Verkehr und Bildung, Ulf-Birger Franz. „Ich bin zuversichtlich, dass das alles klappt – der Antrag ist schließlich auch lange genug gereift.“

Zusätzliche Parkflächen seien auf jeden Fall sinnvoll – Springfeld ist aber vor allem auf die optische Gestaltung gespannt. „Die spannenden Details kommen ja jetzt erst, nachdem wir die ersten Vorgespräche geführt haben.“ Die Stadt habe jetzt die Möglichkeit, eigene Ideen und Wünsche umzusetzen.

Information

Der Parkplatzbau am Bahnhof ist schon seit Jahren ein Thema. 2013 kündigte der damalige Erste Stadtrat Hermann Aden an: „Ich gehe davon aus, dass es im Frühjahr losgehen kann“ – nach Jahren der Debatte. „Auch wir hegen den Wunsch, den Güterschuppen abzureißen, damit neue Parkplätze entstehen“, sagte Regionssprecher Abelmann im Dezember 2006. Die Region hatte sogar schon im Herbst 2004 ein Zukunftsmodell für den Bahnhof erarbeitet. Daraus ging hervor, dass der Vorplatz zu unübersichtlich sei und mehr Stellflächen erforderlich wären.

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