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Niveau der Vorjahre gehalten – aber weniger Unfälle und wetterbedingte Probleme verzeichnet

198 Einsätze für die Feuerwehren im Stadtgebiet

Springe (jemi). Unfälle, Brände, Fehlalarme – 198 Mal mussten sie im vergangenen Jahr ausrücken, die Feuerwehren im Springer Stadtgebiet. Das erklärte gestern Sprecher Torsten Baxmann auf Nachfrage der NDZ. Die Einsätze teilten sich in 112 Hilfeleistungen und 86 Brandeinsätze auf.

Spektakuläre Feuerwehr-Übung im Oktober am Abrisshaus Auf dem Bruche am Schulzentrum Süd. Fotos: Archiv

Wenn Baxmann das Jahr Revue passieren lässt, ist ihm besonders noch der schwere Auto-Unfall mit fünf jungen BZE-Schülern nahe der Realschule in Erinnerung. Innerorts sei so ein heftiger Unfall eher selten. Außerdem ist ihm noch das Feuer im Bunker einer Holzfirma im Springer Industriegelände im Gedächtnis geblieben. Nach einigen Komplikationen schafften es die Löschkräfte, den Bunker mit Schaum zu fluten. Diese beiden Einsätze seien sicherlich spektakulär, letztendlich sei alles aber Feuerwehr-Alltag gewesen, sagt Baxmann. Generell habe sich in den vergangenen Jahren ein konstantes Niveau an Einsätzen im Laufe eines Jahres eingependelt. Diese Zahl bewege sich meist um die 200.

Nicht ganz so glücklich für die Feuerwehren sind die Einsätze, bei denen sich vor Ort herausstellt, dass es sich um einen Fehlalarm handelt. 32 Mal war das 2010 der Fall. Baxmann findet diese Fälle jedoch nicht problematisch: „Verärgert sind wir darüber nicht. Das gehört einfach dazu.“ Die Meldegeräte seien häufig störanfällig und somit komme es immer wieder zu den Fehlalarmen. Für die Wartung seien jedoch die Gebäudeinhaber zuständig und nicht die Feuerwehren, betont der Sprecher.

Das Wetter machte den Löschkräften im vergangenen Jahr nur sehr selten Probleme. Allein im Mai habe es einige wetterbedingte Einsätze gegeben. Der Monat sei sehr regenreich gewesen und hätte zu einigen Überflutungen von Kellern geführt, berichtet Baxmann. Der Winter sei zwar lang und kalt gewesen, doch bis auf acht Einsätze, um Eiszapfen zu entfernen, sei es für die Feuerwehr eher ruhig zugegangen. In den Jahren zuvor hätten sich schwerere Unwetter ereignet. Auch die jetzige Hochwassersituation sei für Springe nur ein marginales Problem. „Der Gehlenbach und die Haller sind da ungefährlich.“ Es würden lediglich ab und zu Kanäle verstopfen. Außerdem bildeten sich Seen auf den landwirtschaftlichen Feldern.

Einsatzort Eldagsen: Unfälle...
  • Einsatzort Eldagsen: Unfälle...
...und ein Hausbrand.
  • ...und ein Hausbrand.

Obwohl die Feuerwehr die Tierrettung im vergangenen April offiziell eingestellt hat, gab es hier elf Einsätze. „Tierrettung an sich wird es immer geben“, sagt Baxmann. Allerdings komme es auf die Art des Einsatzes an. Leider sei die Hilfsbereitschaft häufig überstrapaziert worden. Es riefen etwa Menschen an, die eine Ratte im Haus oder einen toten Spatz auf der Straße gefunden haben.

Zurückgegangen sind Autounfälle mit eingeklemmten Personen. 2010 waren es sechs – im Jahr zuvor waren es noch etwa 15. Gründe für den erfreulichen Rückgang kann Baxmann nicht nennen.

Ärgerlich waren in den vergangenen Monaten die zahlreichen kleinen Brandstiftungen. Wie berichtet, wurden immer wieder diverse Altpapier-Container in Brand gesteckt.



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