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Initiative rät Bürgern, Petitionen gegen Windpark Hallertal einzureichen / Argumente an Kanzlerin verschickt

100 Bürger stellen sich quer

Völksen. Mehr als 100 Zuhörer haben die Informationsveranstaltung der Bürgerinitiative (BI) Windpark Hallertal besucht, die sich gegen geplante Windkraftanlagen und eine möglicherweise dort verlaufende Starkstromtrasse zwischen Völksen, Mittelrode, Alvesrode und Eldagsen stemmt.

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VON ANNEGRET BRINKMANN-THIES

Die Argumente der BI, die Günter Gerber vorstellte, fanden beiden Interessierten offene Ohren. Einige sehen nämlich ihre Lebensqualität durch eine drohende Zerstörung der Landschaft in Gefahr oder sorgen sich um ihre Gesundheit, andere haben den Schutz der Vogelwelt im Visier.

Vielen Zuhörern bereitet allein der Gedanke, dass sowohl bis zu 200 Meter hohe Windenergieanlagen als auch die Starkstrommasten mit einer Höhe von bis zu 70 Metern das Hallertal durchziehen könnten, echtes Kopfzerbrechen.

Auf dem Springer Stadtgebiet gebe es bereits im Vergleich zu anderen Kommunen 33 Windräder, damit sei es im Vergleich zu anderen bereits überproportional dicht bestückt, erläuterte Gerber eines von vielen BI- Argumenten gegen den Windpark. Ein weiteres: Immobilien könnten einen Wertverlust von bis zu 70 Prozent erleiden, wenn ein Windpark vor der Haustür stehe. „Am besten wir verkaufen unser Haus gleich“, sagte eine Völksenerin. Doch soweit soll es möglichst gar nicht kommen.

„Was können wir tun?“: Diese Frage richteten Zuhörer nicht nur an Gerber, sondern auch an Bürgermeister Jörg-Roger Hische. Er war privat zu der Info-Veranstaltung gekommen, um nach eigenen Angaben sein Meinungsbild abzurunden.

Der Rat könne sich gegen das Hallertal aussprechen, wenn die Region Hannover diesen Bereich als Vorranggebiet ausweise, erklärte Hische. Er machte auch deutlich: „Ich glaube, dass die Region Springe nicht davon kommen lässt. Ich denke, es wird uns noch einiges ins Haus stehen. Gerber riet den Zuhörern, Petitionen auch an höchste Stellen zu richten. Die BI selbst appelliere in Schreiben, in denen die Gegenargumente aufgeführt sind, selbst an die Bundeskanzlerin und den Bundespräsidenten.

Zudem vernetze man sich mit anderen Gruppen. Auch sei angestrebt – gemeinsam mit benachbarten BI – juristischen Beistand zu holen. Ein Protestbanner der BI an der Auffahrt von Völksen zur Bundesstraße 217 in Richtung Springe macht jetzt noch mehr Menschen auf den möglichen Windpark Hallertal aufmerksam.



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