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Damit die Insekten eine Chance haben

„Finka“-Projekt: Segelhorster Landwirte verzichten auf Pflanzenschutzmittel

HESSISCH OLDENDORF. Das Bundes-Projekt „Finka“ hat das Ziel, die Insektenvielfalt im Ackerbau zu fördern. Dazu verzichten 30 konventionell arbeitende Landwirte aus Niedersachsen auf ihren Versuchsflächen auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Auch Segelhorster Landwirte nehmen teil.

Miteinander voneinander lernen und schauen, wie Insektenschutz besser geht: Das ist das Konzept von „Finka“, dem Projekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt. Das Projekt hat das Ziel, die Insektenvielfalt im Ackerbau zu fördern, die Biodiversität auf Ackerflächen zu erhöhen und eine breite Diskussion in der Landwirtschaft anzustoßen. Dazu verzichten 30 konventionell arbeitende Landwirte aus Niedersachsen auf ihren Versuchsflächen auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln (PSM), die gegen Schädlinge und Unkräuter eingesetzt werden. Beraten werden sie dabei von ökologisch arbeitenden Kollegen aus ihrer Region.

Zur Veranschaulichung des Projekts fand dieser Tage ein Finka-Feldtag auf der Versuchsfläche des Segelhorster Landwirts Christian Meier-Söffker und seinem Bruder Felix statt. Begleitet wurde der Feldtag durch die Vorstellung des Arbeitsgeräts, eines Striegels von Georg Meier-Köpke, der das Projekt als ökologisch wirtschaftender Betrieb unterstützt. Das Zoologische Forschungsmuseum Alexander König (ZFMK) aus Bonn führt auf den Versuchsflächen des Finka-Projekts die Evaluation von Biodiversität und Verhalten der Insekten über den Projektzeitraum durch. Dr. Svenja Bänsch stellte die speziellen Fallen und Nisthilfen vor, durch welche die Veränderung in Anzahl und Art der Insekten beobachtet werden kann. Aufgrund des bisher kurzen Projektzeitraums rechnet sie mit konkreten Ergebnissen Anfang des nächsten Jahres.

Vinzenz Spengler, Biolandberater der Meier-Köpke GbR vom Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen GmbH, erläuterte im Anschluss die Auswirkungen unterschiedlicher Bearbeitungsmethoden durch Hacke und Striegel mit und ohne den Einsatz von chemischer Unkrautbekämpfung (Herbiziden). Durch die Georg-August-Universität Göttingen wird zusätzlich die Ackerbegleitflora erfasst.

Mit den Ergebnissen soll der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der Agrarlandschaft reduziert und alternativ die Attraktivität praktikabler, insektenfreundlicher Anbaumethoden herausgestellt werden Bis 2025 werden daher die beiden Landwirte wie auch die anderen 29 Betriebspaare eng zum Wohle der Biodiversität zusammenarbeiten.

Verbundpartner im Projekt sind die Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen GmbH, das Netzwerk Ackerbau Niedersachsen, das Landvolk Niedersachsen sowie das Zoologische Forschungsmuseum Alexander König in Bonn und die Georg-August-Universität Göttingen. Das Projekt Finka wird gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz mit Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz.

red




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