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Zwölf Minuten länger von Bad Münder nach Hannover?

BAD MÜNDER/SPRINGE. Noch ist der Deutschland-Takt Zukunftsmusik. Aber die Chancen für Hameln und Springe stehen gut, einen stündlichen schnellen S-Bahn-Anschluss zum Hauptbahnhof und Flughafen Hannover zu bekommen. Gleichzeitig ist auch eine langsamere Linie geplant, die auch Bad Münder betrifft.

Der Deutschland-Takt ist bislang noch Zukunftsmusik. Für Hameln und Springe stehen die Chancen allerdings gut, einen stündlichen schnellen Anschluss Richtung Hannover Hauptbahnhof und Flughafen zu erhalten. Ab Bad Münder könnte es hingegen in Zukunft
Marc Fisser

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Marc Fisser Reporter / Newsdesk zur Autorenseite

Konkret könnte dies bedeuten: Während Springe von dem stündlichen „Sprinter“ profitieren könnte, würde die Fahrt nach Hannover für die Münderaner zwölf Minuten länger dauern – da die langsamere S-Bahn mehr Haltestellen als bisher anfahren soll.

„Für eine Diskussion über die Details ist es noch zu früh“, sagt Eberhard Otto, der bei der Region Hannover die Verbindung zum Deutschland-Takt-Dirigenten, dem Bundesverkehrsministerium, hält. Bislang habe es drei Regionalrunden in Berlin gegeben, dort seien die Wünsche aus Niedersachsen eingebracht worden. Und bis alle Infrastrukturprojekte umgesetzt sind, die zur Umsetzung des neuen bundesweiten Gesamtfahrplans nötig sind, dürften nach Einschätzung des Experten 30 bis 40 Jahre ins Land gehen. Doch die Veränderungen bei der Linienführung der S-Bahn Hannover dürften deutlich schneller kommen – wohl Mitte der 2020er-Jahre.

Wenn auch noch nichts in Stein gemeißelt ist, so sind in der Planung doch schon sehr konkrete Fahrplanzeiten zu erkennen. Demnach würden der „Sprinter“ und die häufiger haltende S-Bahn mit gerade einmal vier Minuten Abstand in Bad Pyrmont starten – beide mit Halt auch in Emmerthal. Dann würde auf die Chance verzichtet, die Kurstadt und das für den Raum Bodenwerder ideale Emmerthal halbstündlich an Hameln und die Hauptstadt anzubinden. Die Herausforderung scheint lösbar, weil um eine halbe Stunde versetzt eine weitere S-Bahn in Hameln endet, aber sicherlich im Tausch zur bisher eingezeichneten gen Südwesten verlängert werden könnte.

Nicht im ersten Gutachterentwurf enthalten sind die angestrebten Verbesserungen auf der Bahnlinie von Löhne über Hameln nach Elze: Weder schnellere Personenzüge noch zusätzliche Haltepunkte sind zu erkennen. Der Beschluss des Bundes, die Strecke mit Blick auf den Güterfernverkehr und für Störungen im Raum Hannover möglichst bald zu elektrifizieren, war erst kürzlich gefällt worden. Die Landesnahverkehrsgesellschaft wird den Betrieb auf der bisherigen Diesel-Strecke im nächsten Jahr neu ausschreiben. Der Vertrag soll „nur“ bis zum Jahr 2029 laufen. Bereits 2025 endet die Vereinbarung zum Regionalexpress „Enno“ zwischen Wolfsburg und Hildesheim, der nach dem Bau der Oberleitung nach Hameln verlängert werden könnte; auch eine Verknüpfung zum Rhein-Ruhr-Express in Paderborn wäre ideal. Angesichts der langen Planungszeiten im Bahnbereich bleiben hier jedoch noch viele Fragezeichen.



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