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Wie Unterricht praktische Berufserfahrungen vermittelt

BAD MÜNDER. Bereits in der Schule Erfahrungen für den späteren Beruf sammeln – das ist an der KGS in den Koch- und Technikkursen möglich. Im Kochkurs, der für die Real- und Hauptschulzweige im Jahrgang 8 Pflicht und in weiteren Stufen Wahlpflichtfach ist, wird „sehr viel praxisorientiert gearbeitet“, sagt Anja Budnik.

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Johanna Lindermann Redakteurin zur Autorenseite

Dabei bereiten die Schüler zunächst Vorträge zu gesunder Ernährung und Rezepte vor, bevor die vorgestellten Rezepte gemeinsam ausprobiert werden. „Dabei lernen die Schüler auch, den Tisch zu decken, selber einzukaufen und mit Geräten umzugehen. Das ist auch für Berufe in der Pflege und der Erziehung wichtig“, erklärt Budnik. Und das kommt offenbar an: „Wir haben mehr Anmeldungen als Angebote.“ Auch gerade von Jungs werde der Kochkurs gut angenommen. Das können auch Jannik, Patrick und Henrik bestätigen, die gerade Nudeln zubereiten. „Man lernt ja auch für seine Zukunft, wie man sich selbst versorgen kann“, stimmen sie überein.

Auch ein paar Räume weiter wird gearbeitet. Mit Werken und Technik „wollen wir das Interesse für technisch-handwerkliche Berufe wecken“, erklärt Lehrer Guido Koop – und mehr noch: „Wir versuchen, aktiv auf die Berufe vorzubereiten.“ Und das offenbar mit Erfolg, denn: „Viele ehemalige Schüler haben gesagt, dass sie das in der Ausbildung gut gebrauchen konnten.“ Auch gerade Schüler, die eher praktisch als analytisch begabt seien, könnten dadurch gut erreicht werden.

Beim technischen Werken stehen dabei in den verschiedenen Jahrgangsstufen die Arbeit mit Holz, Kunststoff und Metall sowie Elektronik auf dem Programm. Hergestellt werden im Unterricht etwa eigene Briefwagen sowie Brieföffner aus Acrylglas, aber auch vollständige Platinen fertigen die Schüler an. „Da sind viele Berufsfelder mit drin“, sagt Koop. „Besonders Metall ist sehr beliebt.“ Generell werde das Angebot gut angenommen: „Die Kurse sind immer voll“, sagt der Lehrer. „Über die Jahre haben wir hier auch ein Stammpublikum.“

Und viele dieser Schüler wissen auch bereits, dass ihre berufliche Zukunft im technischen Bereich liegt: „Landmaschinenmechaniker“ oder „technischer Produktionsdesigner“ sind etwa schon konkrete Berufswünsche bei den Schülern.

Doch nicht nur auf den Beruf, sondern auch auf den Alltag wird beim technischen Werken – ganz wie beim benachbarten Kochkurs – vorbereitet. „Wir versuchen, die Schüler handlungsfähig fürs Leben zu machen mit Reparaturen aus dem Alltag“, sagt Koop. Er unterrichtet das Fach gerne. „Wenn die ersten Wochen gelaufen sind und die Schüler die Werkzeuge beherrschen, ist es toll für einen Lehrer, zu sehen, wie selbstständig die Schüler arbeiten.“



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