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Wenn echte Kommissare vor falschen Polizisten warnen

BAD MÜNDER. Sie erzählen überzeugende Geschichten und können psychischen Druck aufbauen – die Täter, die am Telefon zumeist ältere Menschen dazu bringen, teilweise fünfstellige Summen unter Mülltonnen oder Schmuck in Stoffbeuteln zu deponieren, hatten auch in Bad Münder bereits Erfolg.

Annedore und Günther Rotermund lassen sich von Achim Rust – einem echten münderschen Polizeikommissar – über die Masche der falschen Polizisten am Telefon aufklären. Foto: Rathmann
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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Allein in Niedersachsen wurden im vergangenen Jahr 5000 Fälle dieser Art von Betrug registriert, die Zahlen schnellten in die Höhe. Jetzt reagiert die Polizei landesweit mit einer Informationskampagne, in Bad Münder verteilte Polizeikommissar Achim Rust in Senioreneinrichtungen und an Orten, an denen auch viele ältere Menschen regelmäßig vorbeischauen, Aufsteller mit Warnungen vor der speziellen Betrugsmasche.

Ein Aspekt dabei, den er auch in Gesprächen mit älteren Münderanern immer wieder deutlich macht: Die Polizei wird niemals mit der Telefonnummer 110 anrufen. Steht diese Ziffernfolge im Anruf-Display, ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass Betrüger am anderen Ende der Leitung sind. Rust warnt im Gespräch aber auch vor einer zu leichtfertigen „Mir passiert so etwas nicht“-Haltung. Die Täter seien oftmals so geschickt in ihrem Vorgehen, ihrer Beeinflussung im Gespräch, dass selbst rüstige Senioren von ihnen eingewickelt werden. Und Beispiele gibt es dafür immer mehr, wie auch Annedore und Günther Rotermund aus ihrem Bekanntenkreis wissen: Bei einer Bekannten des Paares war es allerdings nicht der Anruf falscher Polizisten, die dazu aufforderten Wertsachen und Bargeld vor Verbrechern in Sicherheit zu bringen, sondern der vorgebliche Enkel, der 10 000 Euro von der Großmutter abholen wollte: der klassische Enkeltrick.



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