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Wasser am Süntelrand wird teurer

BAKEDE. Eine Überraschung war es nicht mehr: Der Wasserbeschaffungsverband für die Ortsteile Bakede, Böbber, Egestorf und Hamelspringe wird die Preise anheben müssen. 1,12 Euro sollen Verbraucher künftig netto für den Kubikmeter zahlen.

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Gert Mensing Reporter

Der Vorschlag des Vorstandes wurde jetzt bei der Verbandsversammlung im Schützenhaus Bakede angenommen. Mit dem neuen Preis liegt der Beschaffungsverband noch immer deutlich unter dem für Niedersachsen ermittelten Durchschnittspreis von 1,23 Euro. Vorsteher Peter Meyer hatte bereits im Vorfeld darauf verwiesen, dass die Preise seit 2003 stabil gehalten werden konnten, nun sei eine Anpassung jedoch notwendig.

Meyer hatte aber auch positive Nachrichten im Gepäck: Der Nitratgehalt des Wassers aus der Evertsquelle ist auf unter zwei Milligramm pro Liter gesunken und ist damit weit entfernt vom Grenzwert von 50 Milligramm. Die hohen Werte bei Magnesium (7,1 Milligramm) und Calcium (119 Milligramm) sorgen für den hohen Kalkgehalt des Trinkwassers.

Reduziert werden konnte im laufenden Jahr der Wasserverlust, mit neun Prozent liegt er damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 14 Prozent. Zurückgeführt wurde dieser Umstand auf die intensive Wartung der Anlagen. Wenig erfreulich aus Sicht des Verbandes: Auch die verkaufte Wassermenge ist erneut gesunken, von knapp 116 000 auf 113 700 Kubikmeter. Die notwendige Erhöhung des Wasserpreises wurde auch mit den geringeren Verbräuchen begründet. Zusätzlich wird auch die Grundgebühr auf künftig 2,80 Euro netto pro Monat erhöht, um auch Geringabnehmer entsprechend an den Mehrkosten beteiligen zu können.

Vorgestellt wurden auch geplante Projekte. In Hamelspringe wird im kommenden Jahr im oberen Teil der Mühlenbreite die Trinkwasserhauptleitung erneuert und mit der bereits verlegten Leitung am Waldrand verbunden. Der Verband rechnet mit Kosten in Höhe von rund 100 000 Euro. Trotz der Investitionen weist der Haushaltsplan für das kommende Jahr einen positiven Betrag aus.

Zukunftsplanung bleibt weiterhin die Notfallversorgung für das Verbandsgebiet. Nachdem bereits im letzten Jahr eine „fliegende Leitung“ zwischen Bakede und Beber mit Hilfe der Feuerwehren getestet wurde, sollen nun Machbarkeitsstudien und Kostenberechnungen für eine feste Leitung zwischen den beiden Ortsteilen, aber auch für die Herstellung eines zweiten Brunnens angestrengt werden. Erst danach wird das Thema der Vergrößerung des Wasserschutzgebietes wieder thematisiert.

Ortsbürgermeister Rolf Wittich dankte den ehrenamtlichen Vorstandsmitgliedern für die guten Haushalte der letzten Jahre. Für den Ortsrat Hamelspringe sprach Martin Mossau vom „Glück der Dorferneuerung“ in seinem Ortsteil und zeigte sich zufrieden, dass die Wasserversorgung zeitgleich verbessert werden konnte. Der stellvertretende Bürgermeister Uwe-Peter Keil lobte das Engagement im Verband am Süntelrand und betonte, wie sehr sich der Vorstand für niedrige Verbraucherpreise einsetze.

Mit Ablauf des kommenden Jahres endet die Amtszeit des Vorstandes. Er wird durch die sieben Ausschussmitglieder, gewählte Vertreter jedes Ortsteiles, neu besetzt. Die Mitglieder des Verbandes schreiten erst 2019 wieder an die Wahlurne, um den Ausschuss neu zu wählen.

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