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Was dürfen alte Gerätehäuser kosten?

HASPERDE/LUTTRINGHAUSEN/ BÖBBER. Für gleich drei ehemalige Feuerwehrhäuser werden neue Eigentümer gesucht – nach der Schließung der Ortsfeuerwehren Hasperde, Böbber und Luttringhausen zum Jahreswechsel wird derzeit in allen drei Orten überlegt, ob örtliche Initiativen für eine Nachnutzung in Frage kommen.

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Autor:

Johanna Lindermann und Jens Rathmann

Für das ehemalige Feuerwehrhaus in Böbber gibt es inzwischen einen sehr konkreten Antrag, mit dem sich die Politik in naher Zukunft befassen muss. Der Verein „Unser Dorf“ hat seine Absicht zur Übernahme des Gebäudes konkretisiert, der Ortsrat soll sich, so ein Vorstoß von Ortsbürgermeister Rolf Wittich, in seiner Sitzung Ende des Monats für eine Übertragung des Hauses an den Verein stark machen.

Kathrin Behrens, eine von zwei „Unser Dorf“-Vorsitzenden, misst dem Haus als einzigem Treffpunkt der Dorfgemeinschaft in Böbber eine große Bedeutung zu, sie weiß aber auch um die Kosten, die für Umbau, Sanierung und Erhalt aufgebracht werden müssen. Im Raum steht der symbolische Kaufpreis von einem Euro. „Der Verein muss für die Umnutzung erhebliche finanzielle Mittel aufbringen, sodass ein höherer Kaufpreis nicht zumutbar ist“, rechtfertigt auch Wittich den symbolischen Kaufpreis in einem Antrag an den Rat, der zunächst im Ortsrat diskutiert werden soll.

Der zu erwartende Kaufpreis ist offenbar die Hürde, die in Hasperde und Luttringhausen Interessenten vorsichtig agieren lässt, die die Gebäude für die Dorfgemeinschaft erhalten wollen. In Hasperde weiß Ortsbürgermeister Detlef Olejnizcak von Gesprächen zwischen Bürgermeister und zwei Interessenten aus dem Ort – dieses Gespräch sei allerdings lediglich ein erstes vorsichtiges Vorfühlen über die Modalitäten gewesen. Als Termin für eine Entscheidung wird der 31. Mai genannt, bis dahin müssen sich Interessenten, die die Nachnutzung durch die Dorfgemeinschaft in den Blick genommen haben, entscheiden. Deutlich sei in den bisherige Gesprächen geworden, dass die Stadt die Gebäude nicht für den symbolischen Euro abgeben kann – ein Verkaufspreis soll sich am Bodenrichtwert orientieren.

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Auf dieser Basis ist auch mit dem Verein „Dorfleben“ gesprochen worden, der sich eigens zur Nachnutzung des ehemaligen Gerätehauses in Luttringhausen gegründet hat. Aus einem Treffen mit der Verwaltungsspitze Mitte März seien die Vereinsverantwortlichen allerdings deutlich ernüchtert herausgegangen, weiß Ortsbürgermeister Gerd Ahrens. Die Summe, die zum Kauf des Objektes aufgerufen wurde, sei als nur schwer zu leisten eingestuft worden – weshalb sich der Ortsbürgermeister nun in weitere Gespräche begibt, um andere Möglichkeiten der Finanzierung auszuloten und vielleicht doch noch einen Weg zu finden.

Immerhin: Rund 70 Mitglieder haben sich in kurzer Zeit dem Verein angeschlossen, um das Haus als Treffpunkt für den Ort zu erhalten. Zwei Termine hat Ahrens, der das Vorhaben unterstützt, derzeit im Blick: Den 17. Mai, zu dem der Verein bei seiner Jahresversammlung eine Entscheidung herbeiführen müsste, und den 31. Mai – den Zeitpunkt, zu dem sich das bislang von der Verwaltung angebotene Zeitfenster für Angebote einer Nachnutzung durch Initiativen aus den Orten schließt. Ahrens erwartet, dass für die Ratssitzung Ende Juni eine Entscheidung des höchsten Gremiums der Stadt vorbereitet wird.



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