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Straftaten-Statistik: Weserbergland ist „eine der sichersten Regionen in Niedersachsen“

10 554 Straftaten wurden im Jahr 2021 im Bereich der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/ Holzminden, zu der auch Bad Münder gehört, registriert. Das ist ein Rückgang von fast sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das geht aus der polizeilichen Kriminalstatistik für das Jahr 2021 hervor, die kürzlich vorgestellt wurde-

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Johanna Lindermann Redakteurin zur Autorenseite
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Auf Hameln-Pyrmont entfallen von den 10 554 Straftaten 7155. Die Aufklärungsquote ist von 74,39 auf 72,14 Prozent leicht gesunken – aber: Mit dieser Quote „liegen wir 8,07 Prozent über dem Landesdurchschnitt (64,07 Prozent) und können als Inspektion mit diesem Ergebnis sehr zufrieden sein“, sagt der Leiter der Polizeiinspektion, Polizeidirektor Matthias Kinzel.

Die Leiterin des Zentralen Kriminaldienstes, Polizeioberrätin Dilek Baydak-Stadelmann, ergänzt: „Das Sicherheitsniveau innerhalb unserer Inspektion ist weiter gestiegen und liegt im Vergleich deutlich über dem Landesdurchschnitt. Damit ist das Weserbergland mit beiden Landkreisen eine der sichersten Regionen Niedersachsens.“

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Die Deliktsgruppen setzen sich 2021 laut Polizei wie folgt zusammen:

Eigentumsdelikte (24,06 Prozent): Hier wurden 2539 Taten erfasst, 132 weniger als im Vorjahr. Die Aufklärungsquote liegt hier bei 40,29 Prozent; landesweit liegt sie bei 34,67 Prozent. Bei Wohnungseinbruchdiebstählen und Tageswohnungseinbrüchen gingen die Fallzahlen um 32 Taten zurück. Hier wurden 27,05 Prozent der Taten aufgeklärt.


Rohheitsdelikte (19,37 Prozent): Dazu zählen Körperverletzungs-, Raub- und Freiheitsdelikte. Diese nahmen 2021 um 33 Taten zu und liegen 2.044. Die Aufklärungsquote ist hier um 0,58 Prozent gestiegen „und liegt bei sehr guten 94,28 Prozent“, so die Polizei.


Vermögens- und Fälschungsdelikte (16,50 Prozent): Hier wurden 1741 Straftaten registriert, das sind 182 weniger als 2020, ein Rückgang um 9,46 Prozent. Die Aufklärungsquote liegt bei 79,78 Prozent (2020: 83,46 Prozent).


Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung (3,21 Prozent): Hier „wurden 2021 bedauerlicherweise 83 Straftaten mehr registriert als 2020, eine Zunahme um 32,42 Prozent“, so die Polizei. „Erfreulicherweise konnte hier jedoch eine hohe Aufklärungsquote von 95,87 Prozent erreicht werden (2020: 94,92 Prozent).“


Straftaten gegen das Leben (0,1 Prozent): Im Bereich der Polizeiinspektion wurden 2021 insgesamt neun Straftaten bearbeitet, die in diesem Bereich fallen. Dies entspricht einem Rückgang von 45 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 81,82 Prozent konnten aufgeklärt werden.


Sonstige Straftatbestände (23,89 Prozent): Darunter fallen zum Beispiel Erpressung, Hausfriedensbruch, Vortäuschen von Straftaten, Hehlerei, Brandstiftung, Sachbeschädigung und Ausspähen von Daten. 64,89 Prozent der Fälle konnten aufgeklärt werden, 2020 waren es 66,17 Prozent.


Strafrechtliche Nebengesetze (12,88 Prozent): Diese umfassen unter anderem Straftaten gegen das Aufenthalts- und das Asylgesetz sowie Betäubungsmittelkriminalität, die den größten Anteil dieser Deliktsgruppe ausmacht und bei der die Anzahl der Taten von 1490 auf 1116 sank, was einem Minus von 25,10 Prozent entspricht. Die Aufklärungsquote liegt gleichbleibend bei 96,77 Prozent.


Darüber hinaus teilt die hiesige Polizeiinspektion mit, dass die Jugendkriminalität 2021 „deutlich rückläufig“ war und ein Minus von 384 Taten verzeichnet. Auch bei den Straftaten zum Nachteil älterer Menschen – unter anderem durch Schockanrufe oder „falsche Polizisten“ – ist nach einem deutlichen Anstieg der Fallzahlen 2020 mit 393 Fällen ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Vor allem die vollendeten Straftaten gingen deutlich zurück. Dass die Täter in immer weniger Fällen Erfolg haben, schreibt die Polizei auch ihrer Präventions- und Öffentlichkeitsarbeit zu.

„Festzustellen ist jedoch auch, dass der deutliche prozentuale Rückgang nicht analog zum Rückgang des Gesamtschadens verläuft“, so die Polizei. „Im Jahr 2020 erbeuteten die Täter im Zuständigkeitsbereich der PI Hameln-Pyrmont/Holzminden in 313 Taten insgesamt 614 256 Euro. Im Jahr 2021 erbeuteten die Täter in nur 54 Taten insgesamt 362 390 Euro, was einem höheren durchschnittlichen Verlust entspricht.“

Sowohl Widerstand gegen, als auch tätlicher Angriff auf Polizeivollzugsbeamte und Rettungskräfte nimmt seit Jahren zu. Die Beamten der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden wurden 2021 in 37 Fällen Opfer von tätlichen Angriffen (ebensoviele wie im Vorjahr) und in 57 Fällen Opfer von Widerstandshandlungen (2020: 49). „Bemerkenswert dabei ist, dass oftmals nicht eine Festnahme, sondern die schlichte Klärung des Sachverhalts oder eine Identitätsfeststellung Auslöser für Gewaltausbrüche war“, sagt die Präsidentin der Polizeidirektion Göttingen, Gwendolin von der Osten. Angriffe auf Polizeibeamte und Rettungskräfte „sind nicht nur moralisch verwerflich, sondern auch gemeinschädlich“, da die Betroffenen oft zeitweise nicht dienstfähig seien.

Polizeidirektor Kinzel als Leiter der Polizeiinspektion ergänzt: „Es gilt das gleiche wie im letzten Jahr auch. Eine hohe Aufklärungsquote ist mir als Verantwortlicher für die innere Sicherheit in dieser Region natürlich wichtig, zeigt sie doch die gute Arbeit aller Beschäftigten der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden“. Jedoch könne die Statistik „das Leid der Opfer nicht wirklich abbilden“. „Deswegen ist und bleibt die Reduzierung der Fallzahlen – insbesondere im Kontext der Ausübung von Gewalt – durch Repression und Prävention aber auch verstärkter Netzwerktätigkeit aller beteiligten Organisationen eines der wichtigsten Ziele unserer polizeilichen Arbeit.“




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