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Sternsinger in Bad Münder unterwegs – diesmal in neuer Form

BAD MÜNDER. Was ursprünglich eine ausschließlich katholische Tradition war, ist in Bad Münder längst schon Teil der Ökumene. Das Dreikönigssingen der Sternsinger, bei dem gewöhnlich die Segensformel „C+M+B“, eingerahmt von der Jahreszahl, an Türbalken geschrieben wird, hat in diesem Jahr jedoch eine neue Form erfahren.

Autor

Christoph Huppert Reporter
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„Wir werden nicht wie gewohnt zu den Menschen nach Hause gehen, sondern an zentralen Orten das Friedenslicht aus Bethlehem sowie Klebestreifen mit dem Segen verteilen“, erklärt Pastorin Barbara Daentzer.

Ausgangspunkt der in diesem Jahr unter dem Motto „Kinder stärken – Kinder schützen“ stehenden Aktion war wie in der Vergangenheit das Pfarrheim der katholischen St. Johannes-der-Täufer-Gemeinde in der Angerstraße. Dort hatten Melanie Eckart und ihre Helferinnen am Freitag die Kleiderständer mit den Gewändern aufgestellt und Utensilien wie Laternen, Sterne, Kronen und Schatzkistchen bereitgelegt.

„Insgesamt nehmen in diesem Jahr 37 Kinder im Alter von fünf bis zwölf Jahren teil“, berichtet Eckart. Nach der Ausstaffierung der Sternsinger bringen 14 Helferinnen diese in Kleingruppen zu den Einsatzorten. Eckart: „Dazu gehören die Seniorenheime in der Kernstadt, aber auch vor den Apotheken, in den Kliniken und im Hospiz singen und segnen die Kinder ebenso wie in den Ortsteilen.“ Traditionell wird dabei das Friedenslicht weitergegeben und der Segensspruch verteilt. „Als wir die diesjährige Sternsinger-Aktion geplant haben, wussten wir noch nicht, welche Coronaregeln gelten würden, deshalb haben wir uns für diese Form entschlossen“, erklärt Eckart.

Am Sonnabend treten die Sternsinger in Ortsteilen auf

Am Sonnabend sind die Sternsinger in Egestorf, um 15.30 Uhr an den Kirchen Hachmühlen und Eimbeckhausen sowie am Gemeindehaus Nienstedt, um 16 Uhr an der DRK-Kita Eimbeckhausen, um 16.30 Uhr auf dem Dorfplatz Eimbeckhausen und um 17 Uhr am Gemeindehaus Nettelrede. Um 18 Uhr folgt ein Gottesdienst in der katholischen Kirche.

Die Begeisterung der Sternsinger ist ungebrochen. Die jüngste ist die fünfjährige Palina. „Das ist ihr in die Wiege gelegt worden“, berichtet ihre Mutter Dorina – denn sie war früher selbst Sternsingerin. „Es macht einfach Spaß“, finden Veronika (9), Dominik (10) und Lia (9). Vor allem die Auswahl der Gewänder verursacht viel Trubel, und auch die Lieder werden zur Sicherheit noch einmal geprobt. Aber obwohl einige das erste Mal dabei sind, funktioniert alles perfekt. „Für die Kinder ist das ein Ritual, an dem sie Freude haben und das jedes Jahr wiederkehrt“, so Eckart.

Im Pfarrhaus herrscht ein buntes, aufgeregtes Durcheinander, und auch wenn sich die Organisatorinnen doch schon etwas Sorgen über den Nachwuchs für diese alte Tradition machen, so sind sie froh, dass deren Zukunft nicht zuletzt durch die lebendige Ökumene in Bad Münder neuen Schwung bekommen hat.

Und wer in die leuchtenden Kinderaugen schaut, der weiß, dass Sternsingen, egal in welcher Form, zum kirchlichen Leben einfach dazu gehört. Nicht nur in Bad Münder.




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