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Städtische Grünflächen: Alle sollen werben dürfen

BAD MÜNDER. Aus Sicht der Stadt steht der Idee nichts im Wege: Heimische Bürger und Unternehmen sollen auf städtischen Grünflächen Werbeschilder aufstellen dürfen – wenn sie sich im Gegenzug um die Pflege der Beete kümmern.

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Ein entsprechender Antrag der CDU-Ratsfraktion aus dem Frühjahr soll nun in der nächsten Sitzung des Planungsausschusses am 15. November erneut behandelt werden.

Der Antrag hat damit einen recht langen Weg hinter sich – und würde nach Vorstellung der Stadt auch deutlich erweitert. Denn die Christdemokraten hatten im März eigentlich vorgeschlagen, den Pflege-gegen-Werbung-Deal speziell heimischen Gartenbau-Unternehmen anzubieten, die dann einen entsprechenden Vertrag mit der Stadt abschließen sollten.

Die Stadt verweist inzwischen auf bereits existierende Fälle, in denen etwa der Kur- und Verkehrsverein, aber auch Bürger Grünflächen pflegen. Und mitunter auch mit entsprechenden Schildern darauf hinweisen: „Jeder ist willkommen, die Stadt so zu unterstützen“, sagt Verwaltungsmitarbeiter Carsten Reiss.

Ende Mai hatte die Politik sich erstmals mit dem Antrag befasst und ihn damals vom Planungsausschuss in den Verwaltungsausschuss geschoben, um ihn von dort ein paar Tage später wieder in den Planungsausschuss zu geben. Zwischenzeitlich sollte die Stadt klären, genaue Regeln für die Aufstellung der Schilder zu formulieren. Ergebnis laut Reiss: Die genaue Größe ist zweitrangig – „ob sie nun 30 oder 35 Zentimeter hoch sind“. Hauptsache, niemand stelle dort Plakatwände auf. Theoretisch könnten natürlich auch Bürger ein Schild mit einem Hinweis auf die Beetpflege aufstellen – solange sie dort keine politischen Botschaften oder ähnliches verbreiteten.

Bis zur Planungsausschuss-Sitzung im August ließ sich das Thema offenbar nicht rathausintern klären. Nun soll die November-Sitzung eine Lösung bringen.zett

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