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So steht es um den Internetausbau in Bad Münder

BRULLSEN/BAD MÜNDER. Über 11 100 Adressen können im Landkreis Hameln-Pyrmont in den kommenden Jahren bei entsprechender Nachfrage mit Glasfaser-Technologie versorgt werden – rund 60 dieser Adressen liegen in Bad Münder. Genauer gesagt in Brullsen.

Brullsen soll Glaserfaser-Technologie erhalten. Foto: dana
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Johanna Lindermann Redakteurin zur Autorenseite

Das geht aus einer Liste des Landkreises hervor, die aufzeigt, welche Haushalte im Landkreis in erster Priorität vom Glasfaser-Ausbau des Providers htp profitieren können. Doch nicht überall im Landkreis wird parallel ausgebaut: Dazu hat der Kreis jetzt eine Liste vorgestellt, die über den aktuellen Fortschritt in den Orten informiert.

Fertiggestellt ist der Ausbau derzeit lediglich in Ahrenfeld in Salzhemmendorf. In weiteren Orten, vor allem in Salzhemmendorf und Hessisch Oldendorf, ist das Prozedere zudem bereits unterschiedlich weit vorangeschritten. Denn bis die Bauarbeiten losgehen, stehen mehrere Phasen an: Zunächst beginnt in jedem Dorf nach einer Info-Veranstaltung die Aktionsphase, in der die Einwohner ihren Ausbauwillen bekunden können. Es folgen eine Nachvermarktungsphase, Bauvorbereitungen und Genehmigungen sowie der Tiefbau bis zur Fertigstellung. In Brullsen läuft die Aktionsphase noch nicht, da hier noch keine Info-Veranstaltung stattgefunden hat. Ein Termin steht noch nicht fest.

Die Aktionsphase soll das Interesse der Bürger klären, denn nur, wenn mindestens 40 Prozent der Einwohner einen Vertrag mit htp abschließen, wird auch tatsächlich gebaut. Für Brullsen sieht es dabei gut aus: Bei einer Befragung, die der Förderverein der Ortsfeuerwehr und der Sportverein TTC Brullsen im Ort durchgeführt hatten, hatten fast 80 Prozent der Einwohner ihr Interesse signalisiert (NDZ berichtete). Sollte gebaut werden, peilt htp eine Fertigstellung Ende 2020 an.

Doch was ist mit dem Rest von Bad Münder? Außer Brullsen wurden keine weiteren Ortschaften in die erste Ausbauphase bei htp aufgenommen, da dies nur bei einer Versorgung von unter 30 MBit pro Sekunde möglich war. Die CDU-Ratsfraktion hatte daher im November 2018 beantragt, die Stadtverwaltung möge prüfen, welche Planungen es seitens der Firmen Deutsche Telekom und Vodafone gibt, das Breitbandnetz in Bad Münder auszubauen. „Wir haben bereits Kontakt mit den Anbietern aufgenommen“, bestätigt Anika John, Leiterin des Fachdienstes für Stadtentwicklung, auf NDZ-Nachfrage. „Jedoch haben wir noch nicht von allen eine Rückmeldung erhalten.“ Erst wenn diese vorlägen, könne das Thema erneut in der Politik aufgegriffen werden.

Ein ähnlicher Antrag der CDU-Kreistagsfraktion, die unterversorgten Gebiete in eine „zweite Welle“ aufzunehmen, war im März vom Finanzausschuss des Kreises und vom Kreistag abgelehnt worden. Zwar habe Einvernehmen bestanden, eine möglichst flächendeckende Breitbandversorgung anzustreben, doch müsse dabei die Wirtschaftlichkeit der Anschlusskosten verhältnismäßig sein, lautete die Begründung.

Mehr Infos rund um den Breitbandausbau gibt es hier: https://bit.ly/2UUGUk0.



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