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So ist Bad Münder auf Schneefall und Glatteis vorbereitet

BAD MÜNDER. Der Winter hat derzeit das südliche Bayern und Österreich fest im Griff; auch im Harz ist der Winterdienst im Dauereinsatz. Bad Münder wurde bislang verschont. Aber wie bereitet sich die Stadt eigentlich auf möglichen Schneefall und glatte Straßen vor? Wir haben bei Hans-Jürgen Lamp vom Bauhof nachgefragt.

Die Winterdienst-Fahrzeuge im Bauhof Bad Münder stehen bereit – wenn der Wintereinbruch kommt. Foto: Rathmann/Archiv
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Johanna Lindermann Redakteurin zur Autorenseite

„Wir haben etwa 320 Tonnen Salz“, kann Lamp berichten. Hinzu kämen noch etwa 30 Tonnen Sand-Salz-Gemisch für die Streugutkisten, die in der Kernstadt und den Ortsteilen verteilt seien. Zwischen Dezember und Februar – im Bedarfsfall aber auch früher oder später – notiere der Einsatzleiter des Winterdienstes die tägliche Temperatur um 3, 7, 12 und 18 Uhr, erklärt Lamp. „Wenn er feststellt, dass Bedarf besteht, kontrolliert er die Straßen, um festzustellen, ob der Winterdienst zum Einsatz kommt.“

In diesem Fall verständige der Einsatzleiter morgens fünf weitere Mitarbeiter in Rufbereitschaft, die dann bis 4.30 Uhr eintreffen. Diese verteilen sich dann auf die verschiedenen Fahrzeuge, die in Bad Münder für den Winterdienst zur Verfügung stehen: darunter ein Lkw, etwa für wichtige Verbindungsstraßen, – wie die Deisterallee zu den Kliniken und die Hannoversche Straße –, ein Radlader für Bushaltestellen, Fuß- und Radwege, ein Kleinst-Lkw für Fuß- und Radwege, ein Kleintraktor sowie Pritschenwagen. Jeder Mitarbeiter habe dabei sein eigenes Räum- und Streugebiet; das werde genau besprochen. „Der Einsatz muss auch protokolliert werden“, sagt Lamp.

Zudem kämen auch sechs Fremdfirmen zum Einsatz. „So haben wir das auch schon in den vergangenen Jahren gemacht, denn wir können nicht überall gleichzeitig sein“, erklärt Lamp.

Denn bis zirka 7 oder 8 Uhr müssten Gefahrenzonen frei sein, fügt er hinzu. Welche Straßen als Gefahrenzonen gelten, hänge von der Gefährlichkeit und der Verkehrsdichte ab. „Das muss alles abgewogen werden und spiegelt sich dann in den Plänen wieder“, so Lamp.

Die verschiedenen Fahrzeuge sind dabei auch bereits einsatzbereit. „Die Fahrzeuge werden immer schon im Oktober oder November weitestgehend vorbereitet“, so der Amtsleiter. Übrigens: Die Wagen werden nicht nur für den Winterdienst eingesetzt: „Der Lkw kann auch für etwas anderes genutzt werden“, sagt Lamp. „Er ist sehr flexibel einsetzbar.“ So könne damit ein Container Streusalz transportiert werden, aber auch leere Schuttmulden, Grünschnitt, Laub oder anderes.

Dank dieser genauen Vorbereitung kann Lamp sagen: „Wir stehen immer in den Startlöchern. Wenn etwas kommt, sind wir gerüstet.“

Im vergangenen Winter habe es übrigens in Bad Münder 18 Einsätze gegeben – vor einigen Jahren sah das anders aus: „In den Wintern 2009/ 2010 und 2010/2011 wurden unsere Mitarbeiter stark gefordert.“



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