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Rosenkreuzer präsentieren „ein Haus für die ganze Stadt“

BAD MÜNDER. „Ein Seminarhaus für alle, die etwas zu geben haben, ein Erholungshaus für alle, die Ruhe und Erholung brauchen, ein Besinnungshaus für alle, die über etwas nachdenken wollen, und ein Jugendhaus für alle, die Freude an Spiel und Sport haben.“ So erläutert Sabine Franke die Prinzipien des neuen „Haus 4“,

Das „Haus 4“ am Deisterhang wurde 1925 erbaut und diente zunächst als Erholungsheim, später als Landschulheim. Der Erholungsgedanke, betonen die Rosenkreuzer, soll hier bestehen bleiben. Geschäftsführer Wolfgang Scheid-Franke erläutert den Gästen der
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Johanna Lindermann Redakteurin zur Autorenseite

Über mehrere Jahre wurde das Gebäude am Deisterhang saniert, in Zukunft sollen nun hier Seminare und Kurse stattfinden. Die Möglichkeiten der Angebote sind unbegrenzt und die Kurse für jeden offen – sie sollen neben Münderanern auch überregionale Gäste anlocken. „Wir möchten gerne ein neues Kulturzentrum für Bad Münder sein“, sagt Geschäftsführerin Franke.

„Wir nennen es nicht eine Eröffnung, sondern einen Neuanfang, weil hier etwas fortgeführt wird, was schon immer anwesend war“, erläutert sie und bezieht sich auf die Bedeutung der Erholung am Deisterhang. Neben vielen weiteren Rehabilitationseinrichtungen hat auch das Rosenkreuzer-Gebäude hier bereits eine lange Geschichte: Im Jahr 1925 wurde das Haus gebaut und diente zunächst als Kindererholungsheim und später als Schullandheim. 1986 übernahm die Gemeinschaft der Rosenkreuzer das Gebäude, das bislang als Jugendhaus genutzt wurde. Nur wenige hundert Meter entfernt steht seit mehr als 50 Jahren das Van-Rijckenborgh-Konferenzzentrum des Lectorium Rosicrucianum, der Internationalen Schule des Goldenen Rosenkreuzes – eines von drei Zentren in ganz Deutschland.

Vor einigen Jahren stand jedoch fest: Aus wirtschaftlichen Gründen könne das „Haus 4“ so nicht weitergeführt werden. „Unsere erste Idee war, das Haus zu verkaufen. Aber auf einem Spaziergang über das Gelände haben wir unsere Liebe zu dem Haus entdeckt und realisiert, dass es zu schön ist, um es zu verkaufen“, erzählt Franke. Daraufhin wurde ein Team zusammengestellt, um eine Vision für die Zukunft zu entwickeln.

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Und die sieht so aus: „Unsere vier Prinzipien sind Begegnung, Achtsamkeit, Entwicklung und Freiheit“, erklärt Hausmanager Philipp King. Diese Prinzipien sollen im „Haus 4“ auch im Alltag durchgesetzt werden. „Wir hoffen, dass wir so einen anderen Aspekt in die Welt setzen können“, sagt King.

Bereits 27 Wochenend-Veranstaltungen seien dazu im kommenden Jahr im Haus geplant, erläutert Geschäftsführer Wolfgang Scheid-Franke. In diesem Jahr ist darüber hinaus am 21. November ein Film zur „Kunst des Sterbens“ vorgesehen sowie ein Keksebacken mit Kindern am 5. Dezember. Der Schwerpunkt der angebotenen Seminare und Veranstaltungen liegt auf den Themen Gesundheit, Sinnbildung und persönliche Entwicklung. Dabei werden etwa Themen wie Alternativmedizin und geisteswissenschaftliche Forschung behandelt.

Dazu stehen ein Seminarraum im Erdgeschoss sowie 38 Betten in 18 Doppel- und Einzelzimmern in den oberen Stockwerken für die Gäste bereit, darüber hinaus Speisezimmer eine große Küche im Keller, die der Verein mithilfe von Spendengeldern saniert hat. Hier sollen auch Gäste selbst kochen können.

Die Angebote im „Haus 4“ richten sich dabei an alle Münderaner und an Menschen aus ganz Deutschland. „Wir wollen auch Touristen, Fahrrad- und Wandergruppen ansprechen und haben auch Anfragen für den Messebetrieb“, sagt Scheid-Franke. „Damit wollen wir auch etwas für den Ort tun, denn Bad Münder hat hohe Erholungswerte.“

Das lobt auch Bürgermeister Hartmut Büttner: „Es ist wichtig, nicht nur Visionen zu haben, sondern auch Ideen und die richtigen Kontakte, um sie umzusetzen.“ Er sei überzeugt, dass sich durch das „Haus 4“ wechselseitige Potenziale für Bad Münder ergäben, und freue sich auf die interessanten Angebote.

Und auch für die Zukunft haben die Rosenkreuzer noch einiges vor: Ein Wintergarten als Lounge sowie Anbauten an den kleineren Häusern im hinteren Bereich sollen folgen, um auch dort Seminare oder etwa Meditations- und Tanzkurse anzubieten. Denn: „Das ‚Haus 4‘ möchte ein Ort sein, um vom Alltag Abschied zu nehmen und Freizeit, Erholung und Genesung zu finden“, fasst Franke zusammen.



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