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Rohmelbad: Neuer Automat – höherer Eintritt?

Wenn moderne Technik in eine ältere Einrichtung einzieht, dann soll das Verbesserungen mit sich bringen. Im Rohmelbad könnte es in diesem Frühjahr aber auch einen Nachteil geben. Und zwar, wenn der neue Kassenautomat, aufgestellt im vergangenen Jahr, nun tatsächlich zu einer Erhöhung der Eintrittspreise führt.

Im vergangenen Jahr schaffte die Stadt für das Rohmelbad nicht nur ein neues Kassensystem an – sondern auch einen neuen Automaten. Mit dem gibt es jetzt Probleme. FOTO: RATHMANN/ARCHIV
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Bürgermeister Hartmut Büttner bestätigte gegenüber der Neuen Deister-Zeitung entsprechende erste Überlegungen: Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen, betont der Rathauschef.

Was steckt hinter der kuriosen Geschichte? Zu Beginn der vergangenen Saison hatte die Stadt im Rohmelbad einen neuen Kassenautomaten aufgestellt. Doch dem geht offenbar schneller das Wechselgeld aus als dessen Vorgängermodellen. Laut Büttner führte das in der vergangenen Saison zu Problemen im Betrieb.

Bei der Ursachenforschung stieß die Stadtverwaltung dann auch auf die Gestaltung der Eintrittspreise: Wer per Einzelticket ins Rohmelbad will, muss als Erwachsener bislang 2,80 Euro bezahlen. Ermäßigte Tickets – etwa für Schüler und Kurgäste – schlagen mit 1,30 Euro zu Buche. Wer diese krummen Summen aber nicht passend zahlen kann, dem muss das Gerät regelmäßig 10- und 20-Cent Münzen, mitunter auch 50-Cent-Stücke, als Wechselgeld ausspucken.

Die Idee der Stadt: Statt 2,80 Euro könnte der Eintritt bald glatt 3 Euro kosten – der ermäßigte Preis würde dann auf 1,50 Euro angeglichen. So müsste deutlich seltener Wechselgeld ausgegeben werden. Büttner betont, die Überlegungen hätten in erster Linie nichts mit dem Ziel zu tun, höhere Einnahmen zu erzielen: „Idealerweise gelingt uns auch das – aber es ist nicht der Anlass.“

Dass es einen Zusammenhang mit der Anschaffung des neuen Automaten gibt, darauf deutet auch hin, dass die aktuellen Preise deutlich älter sind als die Sorgen mit dem Kassenautomaten: Aus Spargründen hatte der Rat den Eintritt schon 2010 auf die aktuellen Werte angehoben. Und: Schon 2015 hatte die Stadt Probleme mit der Technik im Eingangsbereich des Bades. Der Geldwechsler hatte Probleme mit neuen Euro-Scheinen. Das neue Gerät wurde dann direkt bei einem Einbruch geklaut – und musste ersetzt werden.

Ansonsten laufen bei der Stadt die Vorbereitungen für den Bad-Saisonstart im Mai. Eine Nachfolge-Lösung für die Gaststätte gibt es nicht. Ein Rückkauf samt Neukonzeptionierung der vor Jahren veräußerten leer stehenden Räumlichkeiten gebe die finanzielle Situation der Stadt nicht her, betont Büttner. Seit der Schließung im Sommer 2016 hat Karl-Heinz Moss die gastronomische Lücke im Bad mit seiner Strandbar gefüllt.

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