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Robert Ascher schreibt Chronik zur Feuerwehr Bad Münder

Zehn Jahre Arbeit, mehr als 400 Seiten: Am Mittwoch stellt Robert Ascher seine Feuerwehrchronik vor. Es ist ein Stück der Geschichte Bad Münders geworden.

Über 400 Seiten umfasst die Chronik, die Robert Ascher geschrieben hat. Foto: Lindermann
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Johanna Lindermann Redakteurin zur Autorenseite

„Als ich aus dem aktiven Dienst ausgeschieden bin, hatte ich zwei Ziele: ein Buch über die Feuerwehr schreiben und eine Alterskameradschaft gründen“, erzählt Robert Ascher, ehemaliger Stadtbrandmeister und jetzt Ehrenstadtbrandmeister. Das Vorhaben mit der Alterskameradschaft ließ sich recht schnell umsetzen, und das sogar in allen Ortsteilen. Die Besonderheit in Bad Münder: In vielen Städten sind nur die Führungskameraden in der Alterskameradschaft vernetzt, „in Bad Münder alle Ausscheidenden“, erzählt Ascher stolz.

Sein zweites Vorhaben, eine Chronik über die Feuerwehr der Stadt Bad Münder zu schreiben, ließ sich allerdings nicht so schnell umsetzen. „Ich habe nicht bedacht, wie viel Arbeit das macht“, sagt Ascher. Nun hat sich die harte Arbeit aber doch ausgezahlt: Heute Abend stellt der Ehrenstadtbrandmeister sein über 400 Seiten umfassendendes Buch vor Feuerwehrkameraden und Weggefährten vor.

Zunächst mussten allerdings viele Gespräche geführt und viele Akten, Unterlagen und Fotos besorgt werden. „Die Bilder habe ich mir zusammengesucht, jeder hatte ein bisschen was“, erzählt Ascher. Über zehn Jahre zog sich die Arbeit hin, begleitet von kreativen Phasen und Pausen, aber auch Zweifeln, ob es jemals fertig wird. „Aber Werner Alpers und Gert Mensing haben mich immer wieder bestärkt und auch mit Artikeln unterstützt“, betont Ascher. „Beide haben mich, ohne es zu wissen, immer wieder ermuntert, weiterzumachen.“ Schließlich war es geschafft: Auf 408 Seiten stand die Chronik der Feuerwehr der Stadt Bad Münder.

Doch selbst dann waren die Zweifel noch nicht vorüber: „Da wollte ich es auch schon wieder in die Ecke werfen, weil der Druck zu viel Geld kostete“, sagt Ascher. Mit den ausgedruckten Seiten in einem Klemmordner machte er sich dennoch auf den Weg zu Bürgermeister Hartmut Büttner. Auch dieser bestärkte ihn in seinem Wunsch, das Buch drucken zu lassen, und brachte ihn mit Sponsoren in Kontakt. Mit Spendengeldern der Calenberg-Grubenhagener Landschaft, der Sparkassen- und der Gerlach-Stiftung sowie eines Betrages des Aufsichtsrats der Volksbank und des Vorstandes des Fördervereins der Ortsfeuerwehr Bad Münder konnte die Chronik schließlich doch in den Druck gehen.

Die Aufzeichnungen beginnen mit der Geschichte der Feuerwehr insgesamt und der „Feuerordnung“ der Stadt Bad Münder aus dem Jahr 1834. Über die Entwicklung der Feuerwehrausrüstung beleuchtet Ascher über viele Jahrzehnte hinweg ausgewählte große Einsätze, – wie etwa den Glashütten-Brand, den Bahnunfall oder auch das Hochwasser in Hachmühlen –, Beförderungen, Ernennungen und Verabschiedungen von wichtigen Persönlichkeiten, Neubauten von Feuerwehrhäusern oder auch die Einweihung neuer Fahrzeuge. Auf mehreren Seiten hat er zudem alle Ortsbrandmeister, die einmal im Amt waren, aufgelistet. Am Ende der Chronik werden die Jugendfeuerwehr, die Musikzüge, die Alterskameradschaft, die Feuerwehr aus der Partnerstadt Bad Saarow sowie die Kreisfeuerwehr vorgestellt.
Die Chronik endet im Jahr 2010. „Ich musste irgendwo aufhören. Wenn ich noch zwei bis fünf Jahre drangehängt hätte, hätte das Buch über 500 Seiten, das könnte man gar nicht mehr drucken“, meint Ascher. „Mein Wunsch wäre es aber, wenn ich gesund bleibe, noch die zehn Jahre bis 2020 nachzulegen.“

Die Feuerwehr-Chronik ist zum Preis von 32,50 Euro zu erwerben. Mehr Infos bei Robert Ascher unter 05042/ 52132.



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