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Planungen für Senioren-WG in Eimbeckhausen schreiten voran

EIMBECKHAUSEN. Zwölf Senioren sollen künftig in Eimbeckhausen leben können – doch nicht in Form eines Seniorenheims, sondern als Wohngemeinschaft. Dieses Projekt stößt in Eimbeckhausen auf breites Interesse. Wir stellen die Details vor.

So soll die neue Senioren-WG an der Nienstedter Straße aussehen. Grafik: Architekturbüro Spiegel
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Johanna Lindermann Redakteurin zur Autorenseite

Bei einem Info-Abend im März kam die hohe Nachfrage sowohl für den veranstaltenden Ortsrat als auch für Michael Kilian, der das Seniorenwohnen gemeinsam mit seiner Schwester Monika Schwarz plant, überraschend. „Es sind sogar Leute wieder gegangen, weil sie keinen Platz gefunden haben“, sagt er und fügt hinzu: „Wir planen deshalb ein zweites Treffen für Interessierte.“

Im Oktober 2018 hatte Monika Schwarz den Mitgliedern der lokalen Arbeitsgruppe der Leader-Region „Östliches Weserbergland“ die Planungen der Senioren-WG auf dem Grundstück des ehemaligen Gasthauses „Zur Linde“ an der Nienstedter Straße vorgestellt. Mit Erfolg: Die Mitglieder befanden das Projekt für förderwürdig. 30 000 Euro hatte Schwarz aus Leader-Mitteln für die Gestaltung der insgesamt 100 000 Euro teuren Gartenanlage beantragt (NDZ berichtete).

Derzeit sei man dabei, die Außenanlage zu konzeptionieren, sagt Kilian. Dabei sind drei Bereiche geplant: „Im privaten Bereich können sich die Bewohner zusammensetzen und grillen. Weiter weg, in Richtung der Straße, soll als Mittelpunkt eine neue Linde gepflanzt werden.“ Der namensgebende Baum des ehemaligen Gasthauses habe gefällt werden müssen, da sie von innen vermodert gewesen sei. Die neue Linde soll nun „der Eyecatcher in der Parkanlage werden“, so Kilian.

Der dritte Bereich des Gartens ist dem Anbau gewidmet. „Wir möchten Hochbeete anlegen, damit die Bewohner sich auf gewisse Art selbst versorgen und sich selbst verwirklichen können“, erklärt Kilian. „Die Leute sollen so weit wie möglich miteingebunden werden.“

Daher sollen sie auch die Gelegenheit bekommen, in der Gemeinschaftsküche gemeinsam mithilfe des Pflegepersonals zu kochen. „Die Umstellung von der eigenen Wohnung zur WG soll so gering wie möglich sein“, fasst Kilian zusammen. Neben der Gemeinschaftsküche verfügt die WG über zwei Gemeinschaftsräume und zwölf Zimmer mit einem zusätzlichen Gästezimmer. „Wenn die Familie zu Besuch ist, müssen sie sich so kein Hotel nehmen“, erklärt Kilian. Die Anzahl von zwölf Zimmer ist dabei gesetzlich limitiert. „Wenn wir mehr Zimmer hätten, wären wir ein Heim, und wir möchten ganz bewusst den familiären WG-Charakter.“

Für die Pflege der Senioren soll in der WG übrigens ein Pflegedienst sorgen. „Wir selbst stellen niemanden ein“, sagt Kilian. „Wir gehen eine Kooperation mit einem Pflegedienst ein, der neu gegründet wird.“

Derzeit ist Michael Kilian dabei, die nötigen Bauanträge zu stellen, „mit dem Ziel, möglichst schnell den ersten Spatenstich zu setzen“, sagt er und fügt hinzu: „Ich wünsche mir einen Beginn Ende Mai.“



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