weather-image
17°

Osterfeuer in Bad Münder lockt mehr als 800 Besucher an

BAD MÜNDER. Hubertus Japes steht auf eine große Gabel gestützt am Rande und sieht das fröhliche Treiben der vielen Kinder mit Wohlgefallen.

Nadine Pedack zündet mit ihrem Sohn Lasse das Osterfeuer in Bad Münder an. FOTO: HUPPERT

Autor

Christoph Huppert Reporter

Der langjährige, ehemalige Vorsitzende der 1974 gegründeten „Bürgerinitiative für die Kinder“ (BIK) hat soeben mit dem 13-jährigen Tom Bons das kleine Kinderfeuer aus Buchenholzresten entzündet. „Das große Feuer wird dann um 20 Uhr entfacht“, sagt der 54-Jährige, der die BIK seit 2001 geführt hat.

Auf dem großen Haufen warten allerlei Gestrüpp und gut 200 im Januar von der BIK in einer Spendenaktion gesammelte Weihnachtsbäume darauf, in Flammen aufzugehen. „Ein Osterfeuerverbot droht uns auch bei großer Trockenheit an diesem Ort nicht, da kein Wald in der Nähe ist“, erklärt Japes. Zudem sei der Haufen von ihm und seinen Helfern umgeschichtet worden „Da können also auch keine Kleintiere zu Schaden kommen“, beruhigt er.

Seine Nachfolgerin im Vorsitz ist die 42-jährige Nadine Pedack. „Ich war zehn Jahre lang Hubertus Stellvertreterin.“ Jetzt freut sie sich über ihr erstes Osterfeuer als BIK-Vorsitzende. „Wir haben 1200 Würstchen geordert, rechnen bei diesem tollen Osterwetter mit etwas mehr als 800 Besuchern und haben 74 Kisten Bier und Radler dabei.“

Das Osterfeuer ist zweifellos ein Höhepunkt im Veranstaltungskalender der BIK. Auch Tafelchef Dieter Hainer ist begeistert: „Da muss man sich einfach sehen lassen, das Feuer und das Gelände sind einfach schön.“ Hainer freut sich vor allem darüber, dass viele junge Familien gekommen sind. Das Gelände quillt nur so über von Kleinkindern. „Demografischer Wandel? Seniorengesellschaft? Hier nicht“, stellen zwei junge Besucher fest. Aus Breslau sind Alexandra und ihr Mann Sören mit ihren zwei Kindern Markus und Anna-Sophie zu Gast in Bad Münder. „Unser erstes Osterfeuer hier“, sagt sie. „Alles ist friedlich und es ist eine wirklich schöne Atmosphäre.“

Kurz nach 20 Uhr ist es dann soweit. Zusammen mit ihrem achtjährigen Sohn Lasse entzündet Pedak das Feuer. Das lodert innerhalb weniger Sekunden infolge der Trockenheit haushoch. „Wie in Paris, da kann man sehen, was für eine Urgewalt da drinsteckt“, stellen zwei Jugendliche fasziniert und erschrocken zugleich fest. Um 22 Uhr kommt die Feuerwehr, die dann bis zum Morgen Brandwache hält“, so Japes. Während die Familien mit Kindern das Spektakel langsam verlassen, füllen bei Einbruch der Dämmerung zu den Klängen des Musikzuges der Feuerwehr immer mehr Jugendliche das Gelände. „Hier war und ist aber immer alles sehr friedlich“, sagt Pedack. Auch Katharina Behrend und Mirko Thiemann an der Bonausgabe freuen sich über guten Umsatz. „Diesmal kann man sogar erstmals per Karte zahlen“, sagt Mirko. Ein friedliches Fest rund ums große Feuer. Dieter Hainer hatte recht. Da muss man sich einfach sehen lassen.



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt