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Ostereier-Aktion: Erlös für Ukraine-Flüchtlinge in Bad Münder

Comeback für den Osterhasen: 250 Besucher kamen am Wochenende zur Ostereier-Suche in den Kurpark, die nach der Coronapause mit einem neuen Konzept aufwartete. Der Erlös soll an Ukraine-Flüchtlinge gehen.

Autor

Christoph Huppert Reporter
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Für GeTour-Geschäftsführer Thomas Slappa hätte es nicht besser laufen können. „Tolles Osterwetter und ein neues Konzept, das greift.“ Mit Kaffee und Kuchen an langen Holzbänken und dem traditionellen Ostereiersuchen auf der Kurparkwiese konnten Slappa und der Vorsitzende des Kur- und Verkehrsvereins (KVV), Detlef Bischoff, am Ostersonntag über 250 Gäste anlocken. „Nach zwei Jahren Pause sind das noch mehr als vorher“, so Slappa.

Erstmals kam auch der neue Verkaufswagen des KVV zum Einsatz, aus dem heraus Sabine Bischoff, Bärbel Oldekamp und Sabine Beisner unterstützt von Rada Adler Kaffee und Kuchen verkauften. „Den Kuchen haben uns fünf ortsansässige Bäckereien gespendet“, so Slappa.

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„Wir haben außerdem das erste Mal den Verkaufswagen im Einsatz. Der ist aus dem Geld finanziert, das wir im Rahmen der Förderung Neustart für Kultur vom Bund bekommen haben“, so der KVV-Vorsitzende Detlef Bischoff. In Kooperation mit dem Rockzelt-Verein, der GeTour sowie dem Kinder- und Jugendzirkus BiKonelli soll der Wagen künftig bei zahlreichen Veranstaltungen zum Einsatz kommen.

Auch der Ablauf des traditionellen Ostereiersuchens wurde teilweise neugestaltet. Statt der allenfalls einstündigen Abholaktion früherer Zeiten laden jetzt Sitzbänke, Kaffee, und von der Musikschule Heiner Behnke vom Band gespielte kindgerechte österliche Musik zu längerem Verweilen ein. War früher der Platz vor dem Martin-Schmidt-Konzertsaal nach 90 Minuten wie leergefegt, verweilten die Gäste jetzt einen ganzen Nachmittag lang.

Ukraine-Fähnchen auf den Tischen und am Wagen

Überall auf den Tischen und am Wagen haben wir kleine Fähnchen in den Farben der Ukraine platziert, denn der Erlös des Ostereier-Sammelns soll den jetzt in Bad Münder angekommenen aus der Ukraine Vertriebenen zugutekommen. Und auch die Tafel wird davon etwas bekommen, da die einen hohen Anteil an zugekauften Lebensmitteln brauchen“, so Hans-Werner Beisner vom Kur- und Verkehrsverein.

Nachdem jedes der vielen Kinder eines der auf der Wiese versteckten Plastikeier gefunden und auf einem Löffel Richtung Osterhasen balanciert hatte, schlug die große Stunde des wohl dienstältesten Osterhasen-Darstellers in Norddeutschland. „Ich bin 85, und bin in Bad Münder neben dem Söltjer, der Weihnachtsmann und Türmer und natürlich auch der Osterhase“, so Klaus Kork im frisch gewaschenen braunen Osterhasenkostüm.

„Im Krieg gab es keine Osterhasen und später fehlte das Geld“

Auch wenn sich einige der Kleinen angesichts des gut geschminkten Langohrigen etwas scheu zeigten, so konnte der mit Unterstützung von Hans-Werner Beisner die 250 großen und 350 kleinen Schokoladen-Osterhasen doch kistenweise bei den kleinen Besuchern loswerden. „Die Hasen hat die GeTour gespendet und falls welche überbleiben, dann gehen die auch an die Tafel“, so Klaus Kork.

Nicht nur kleine Besucher ergatterten einen Schoko-Hasen, auch der 87-jährige Herbert „Herbi“ Baletzski freute sich bei Kaffee und Kuchen über ein stanniolverpacktes Häschen. „Im Krieg gab es keine und hinterher fehlte das Geld“ erinnerte er sich.

Gleich nebenan genossen die beiden Schwestern Antonia (16) und Melissa (18) nicht nur Wetter und Schokohasen. „Wir waren schon oft dabei, aber diesmal ist die Atmosphäre ganz besonders toll.“

Kaffeeklatsch und Eiersuche, eine Kombination, die nicht zuletzt wegen des mobilen Verkaufswagens der Traditionsveranstaltung wieder neuen Schwung gegeben hat.




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