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Öffis fordern auf ihren Bussen: „Stoppt den Krieg“

Zeigt da ein Busfahrer seine Pausen-Botschaft? „Stoppt den Krieg“ steht auf der Anzeige des Linienbusses nahe des Rohmel-Kreisels in Bad Münder. Tatsächlich steckt dahinter eine Kampagne der Öffis – die auch in den sozialen Medien für Gesprächsstoff sorgt.

lkbm Redaktion Christian Zett  jhr_4H2A7450

Autor

Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite
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Wenn ein Bus – vom großen Gelenkbus bis zum kleinen Bürgerbus in Bad Münder ohne Fahrgäste unterwegs ist, nennt man das eine Leerfahrt. Bei den Öffis prangt auf der digitalen Anzeige der Wagen dann normalerweise die Internetadresse des Verkehrsunternehmens – www.oeffis.de

Doch den Krieg in der Ukraine, der seit einigen Wochen tobt, hat auch für die Öffis ein öffentliches Bekenntnis nötig gemacht. „Stoppt den Krieg“ steht dort seitdem bei Leerfahrten aller Busse – „bis auf Weiteres“ wolle man so eine Botschaft senden, sagt Sprecherin Melanie Talbot. Auch Subunternehmer, die im Auftrag der Öffis fahren, machen demnach mit.

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Lob auch von den Fahrgästen

Die Rückmeldung sei sehr positiv – sowohl die Busfahrerinnen und Busfahrer als auch die Fahrgäste lobten die Idee. Auf dem eigenen Instagram-Kanal sammeln die Öffis außerdem Fotos von Nutzern, die einen der Busse mit dem Anti-Kriegs-Logo zeigen.

Seit einigen Tagen beteiligen sich die Öffis auch an einer Initiative des Branchenverbandes VDV und bieten allen geflüchteten Ukrainerinnen und Ukrainern die kostenlose Fahrt mit den Bussen im Landkreis Hameln-Pyrmont an. Die mehr als 600 im VDV organisierten Verkehrsunternehmen und Verbünde hatten in einer Sondersitzung des Präsidiums beschlossen, denjenigen, die aufgrund des Krieges in ihrem Land flüchten und nach Deutschland einreisen, kostenlos alle Busse und Bahnen des Öffentlichen Personennahverkehrs anzubieten. Als Fahrzeug reicht in der Regel ein gültiges Ausweisdokument.




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