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Nistkästen für Verein „Alte Wache“ in Hasperde installiert

HASPERDE.Sie ist eines der Prunkstücke im Gutspark von Graf und Gräfin Adelmann in Hasperde: Die griechische Tanne, die dort 1825 gepflanzt wurde und damit wohl die älteste ihrer Art ist. Als „Championstree“ hat sie es sogar bis in die Publikationen der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft sowie diverse Natur- und Reiseführer geschafft. Nun wurde an den Baum einer von 30 Nistkästen aus Fichtenholz angebracht.

Autor

Christoph Huppert Reporter
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Hergestellt wurden die von der Werkstatt der Jugendanstalt in Hameln.

„Die haben unterschiedliche große Einfluglöcher“, erklärt die Initiatorin der Aktion, Monica Gräfin Adelmann. Die wetterfesten Häuschen sollen mit einer Einflugöffnung von jeweils 26, 32 oder 42 Millimeter vor allem Blaumeisen anlocken. „Aber es kann natürlich auch schon mal sein, dass sich da ein Einhörnchen als Fremdbeleger einnistet“, so Adelmann.

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Die Kästen sollen in ganz Hasperde an Haus- und Gartenbesitzer verteilt werden. „Wir vom Verein sorgen für die Pflege, Reinigung und bekommen dann eine Spende zugunsten der Arbeit des Vereins ‚Alte Wache‘“, erklärt dessen Vorsitzende, Brigitte Ehrlich.

Der erste Kasten wurde von Nabu-Vertreter Torsten Wiechmann nicht am „Championstree“, sondern an einer knorrigen alten Süntelbuche angebracht. „Eine Aktion, die für den Vogel- und Naturschutz einen hohen Stellenwert hat“, meint Wiechmann. Zwar fördere man damit in der Hauptsache Blaumeisen, die es eigentlich nicht nötig hätten, aber auch andere Vögel wie etwa die bedrohten Schnäpperarten, profitierten davon. Ein bemerkenswerter Rückgang von Singvogelarten sei, so Wiechmann, in der Region nicht zu verzeichnen, doch bereitete das Fichtensterben im Süntel und dessen Auswirkungen auf die Vogelwelt durchaus Sorgen.

„Ein viel größeres Problem sind die Waschbären, gegen die wir noch kein wirkliches Mittel gefunden haben“, klagt Monica Gräfin Adelmann. Auch Drahtringe an Stämmen hätten sie mittlerweile überwunden und raubten die Kästen aus. Wiechmann möchte vor allem Schwalben im Ort stärker angesiedelt sehen. „Aber da spielen viele Hausbesitzer nicht mit, leider.“

Für die Blaumeisen und andere Singvögel aber sind die neuen Wohnungen ein wahrer Luxus. Und auch deren Lage im historischen englischen Landschaftspark der Adelmanns ist top. Egal, ob nun am Hexenholz der Süntelbuche oder am Stamm der Champions-Tanne.




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