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Nienstedt: Das Dorf der drei Hymnen

NIENSTEDT. Die „Perle im Deister“, März 2017: Der Radiosender „Antenne Niedersachsen“ war nach Nienstedt gereist, um dort die Hymne des Ortes zu präsentieren. Doch eigentlich war eine neue Hymne gar nicht notwendig, denn Nienstedt hatte bereits ein eigenes Lied – oder, besser gesagt, gleich drei.

Für den Gesangverein „Friedfertigkeit“ unter der Leitung von Reinhard Jochim sind die Nienstedter Hymnen eine Selbstverständlichkeit. Erst vor sechs Jahren wurde die Version des Berliners Louis Busse neu einstudiert. Fotos: Mensing

Autor

Gert Mensing Reporter

Die Sänger des Gesangvereins „Friedfertigkeit“ kennen die Hymnen genau. „Wir haben schon viele Jahre die Nienstedter ‚National-Hymne‘ im Repertoire“, erklärt Chorleiter Reinhard Jochim. Für diese „National-Hymne“ schrieb der Berliner Louis Busse um 1970 den Text zur Melodie des Liedes „Gold und Silber lieb ich sehr“. Schon damals stellte er das umgetextete Lied dem Gesangverein zur Verfügung.

Mit den Worten „Nienstedt bleibt mir allezeit Mittelpunkt der Erde“ drückte er seine Gefühle in dem Lied aus. Wenig verwunderlich: Der inzwischen verstorbene Busse verbrachte später seinen Ruhesitz in der Perle des Deisters. Vor nunmehr sechs Jahren wurde die Hymne noch einmal neu im Gesangverein einstudiert.

Mitte des vergangenen Jahrhunderts verfasste außerdem der Nienstedter Ludwig Schrader auf eine Melodie von Arthur Leifheit das Lied „Mein schönes Nienstedt“. Fünf Strophen umfasst das Liedstück. Im Refrain heißt es: „Kleine Deistermaid, so soll´s immer sein, du süßes Mädel, du wirst mein Schätzelein“.

Und es gibt sogar noch einen Titel, den der Gesangverein heute noch immer wieder bei seinen Auftritten singt: „Zu Nienstedt am Fuß des
Deisters“. Irgendwann zu Beginn des letzten Jahrhunderts wurden Melodie und Text erstellt – die Verfasser sind allerdings unbekannt. „Das Lied wird heute noch regelmäßig gesungen“, berichtet Jochim.

Der Gesangverein „Friedfertigkeit“ tritt regelmäßig bei Veranstaltungen auf – so auch erst am Wochenende bei den Feierlichkeiten zum 825. Jubiläum des Ortes. Bereits 2011 hatte man im Traditionsverein die Zeichen der Zeit erkannt: Aufgrund des immer größer werdenden Rückgangs der aktiven Mitglieder schloss man sich mit dem Gesangverein aus Altenhagen II zu einer Chorgemeinschaft zusammen.

„Wir haben aktuell 26 Sängerinnen und Sänger im Chor“, berichtet Chorleiter Jochim stolz. Somit ist er guter Hoffnung, dass die Traditionen und die Nienstedter Hymnen noch viele Jahre aus der Perle im Deister erklingen werden.

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