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Neue Verkehrsführung für die Innenstadt

BAD MÜNDER. Neue Regeln, neue Schilder: Die Stadt setzt derzeit um, was der Rat im vergangenen Jahr beschlossen hat – das neue Verkehrskonzept für die Innenstadt. Damit ergeben sich unter anderem für die Marktstraße deutliche Veränderungen.

Bauhof-Mitarbeiter stellen neue Schilder auf. Fotos: Rathmann
Jens

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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Kurz vor Weihnachten gaben die Verkehrsbehörden der Stadt grünes Licht für die geplanten Veränderungen, die Verwaltung konnte die Produktion neuer Schilder in Auftrag geben. Mehr als 70 sind es, die in den vergangenen Tagen von Mitarbeitern des Bauhofs aufgestellt und montiert wurden. Zunächst in dem Bereich, der als äußerer Ring bezeichnet wird – die Wallstraße und die Straße Vor dem Oberntore gehören dazu. Gestern dann im „inneren Ring“, insbesondere an der Marktstraße.

Die zentrale Änderung für den Fußgängerzonenbereich: Er ist ab sofort nur noch für Anlieger und nur noch in der Zeit zwischen 7 und 10 Uhr befahrbar. Poller auf Höhe des Kornhus und des Söltjerbrunnens sollen das Befahren außerhalb der zulässigen Zeiten verhindern.

Parken: Maximal eine
Stunde mit Parkscheibe

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Die Marktstraße darf künftig mit dem Rad befahren werden – auch im Bereich der Fußgängerzone.

Eine weitere zentrale Änderung: Für Radfahrer ist die Fußgängerzone künftig befahrbar – ebenso wie die die Obertor- und die Echternstraße dürfen Radfahrer sie in beide Richtungen nutzen. Aus dem Fußgängerzonenbereich herausgenommen wurden Obertor- und die Echternstraße, sie gelten nun als verkehrsberuhigter Bereich. Maximal Schrittgeschwindigkeit ist erlaubt, für Kraftfahrzeuge gilt eine Einbahnstraßenregelung.

Ausgewiesen wurden in der Echternstraße wie auch in der Obertorstraße einige wenige Parkplätze, die für maximal eine Stunde mit Parkscheibe genutzt werden dürfen. In der Diskussion um ein neues Verkehrskonzept für die Innenstadt war von Gegnern der ursprünglichen Regelung die grundsätzliche Aufhebung der Fußgängerzonen-Regelung gefordert worden, andere machten sich für die Beibehaltung stark. Die Neuregelung wurde von Politik und Verwaltung in Zusammenarbeit mit einem Fachbüro erarbeitet. Verabschiedet wurde sie letztlich nur mit den Stimmen der Mehrheitsgruppe aus SPD, Grünen und Piraten.

Teil des Konzeptes ist auch die Überwachung der Regelungen. Ein Mitarbeiter wurde für diesen Bereich eingestellt, er soll auch festgestellte Verstöße mit einem Verwarn- oder Bußgeld ahnden. Um es aber möglichst nicht zu Knöllchen kommen zu lassen, weist die Verwaltung in ausgelegten Flyern und auf in ihrem Internetauftritt auf die zur Verfügung stehenden Parkplätze im Innenstadtbereich hin. Sie werden – unterschieden nach Ein-Stunden-Parkplätzen, Dauerparkplätzen und Dauerparkplätzen in einiger Entfernung zum Stadtkern wie die Parkplätze am Rohmelbad oder am Festplatz – aufgeführt.

Bei der Stadt koordiniert Fachdienstleiter Carsten Reiss die Beschilderung. Er geht davon aus, dass sie die Münderaner schnell an die Neuregelung gewöhnen werden, wenn das auch manchem nach 25 Jahren mit der alten Regelung schwer falle. In dem Beteiligungsverfahren zur Änderung sei nur ein Hinweis eines Bürgers eingegangen, der sich allerdings nur auf das Thema Geschwindigkeit bezogen habe.

Der Flyer „Parken in Bad Münder“ findet sich auf www.bad-muender.de



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